Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

"Einzigartige Symbiose" im KHM

&copy www.khm.at
&copy www.khm.at
Die Sonderausstellung "Münzen und Poesie" stellt ab Dienstag Prägungen der griechischen, römischen und byzantinischen Antike ausgewählten Gedichten des griechischen Poeten Konstantinos Kavafis (1863-1933) gegenüber.

Historische Darstellungen und abgebildete Personen auf über 180 Münzen, die sich in rund 70 Werken des Lyrikers wiederfinden, sollen die Hintergründe und Ausgangspunkte eines Großteils seiner Arbeit dokumentieren. Die von Stephanos Geroulanos kuratierte Schau läuft bis 31. März 2007.

Kavalis gelte als „einer der tief greifendsten und meist gelesenen griechischen Dichter der Neuzeit“, sagte Günther Dembski, Direktor des KHM-Münzkabinetts, bei einer Pressekonferenz heute Vormittag. Seine historischen Gedichte erzählen nicht nur die gesamte Geschichte des Hellenentums vom Altertum bis zum Fall von Konstantinopel, sie spielen zudem auf Personen und Geschehnisse an, von denen sich Abbildungen auf Münzen der griechischen, römischen und byzantinischen Antike erhalten haben. Diese Objekte sollen – gemäß dem Untertitel „Geprägte Geschichte. Erlebte Gedichte“ – durch die jeweilig beigestellten Verse die Verbindung zwischen Münzen und Dichtung demonstrieren. Weiters zeige „diese einzigartige Symbiose“, dass „Münzen echte Zeugen vergangener Ereignisse sind“, so Dembski.

Es gelte als sicher, dass der Poet derartige Prägungen selbst gesehen habe und diese ihm sogar als konkrete Vorlage oder Anlass für seine Verse gedient hätten, so der Initiator und Organisator Stephanos Geroulanos. „Immerhin hat er großteils in Alexandria gelebt und das dort ansässige Griechisch-Römische Museum wiederholt aufgesucht.“ So wie die Gedichte vom trojanischen Krieg, den Höhen und Tiefen der griechischen Herrscher und Reiche, der gesamten Römischen Kaiserzeit sowie einigen Ereignissen aus byzantinischer Zeit handeln, wurden auch die Münzen den jeweiligen historischen Abschnitten entsprechend ausgesucht. Den griechischen Part belegen u.a. Darstellungen von Homer und hellenistischen Herrschern. Die Römerzeit vertreten Prägungen aus der Republik (Sulla, Cäsar, Marcus Antonius) sowie der Kaiserzeit (Augustus, Nero, Tacitus, Julianus). Aus der byzantinischen Epoche stammen Abbildungen von Justinian, Leo III. oder Alexios Komnenos.

Geroulanos freute sich, dass sein Ausstellungskonzept gerade in Wien realisiert wurde, „weil es hier eine einmalige Münzsammlung gibt und ich in den letzten Monaten eine großartige Zusammenarbeit erleben durfte“. Zur Ausstellung sind außerdem zwei Zusatzveranstaltungen geplant: Am Freitag widmet sich ein eigener Vortragsabend dem Thema, am Samstag steht „Der griechische Beitrag zum Musikleben Wiens im 19. und 20. Jahrhundert“ im Mittelpunkt. Ein umfangreicher Katalog ergänzt die Schau.

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Wien - 1. Bezirk
  • "Einzigartige Symbiose" im KHM
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen