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Einmal tief durchatmen: Wien hat Top-Luftqualität

Die Luftqualität in Wien hat sich über die letzten Jahre hinweg verbessert.
Die Luftqualität in Wien hat sich über die letzten Jahre hinweg verbessert. ©pixabay.com (Themenbild)
Wiens Anti-Feinstaubmaßnahmen zeigen Wirkung, denn die Bundeshauptstadt hält bereits zum 7. Mal in Folge die EU-Grenzwerte für Feinstaub ein und punktet mit einer Top-Luftqualität.

“Wiens Anti-Feinstaubmaßnahmen wirken, wir setzen mittlerweile das 3. Maßnahmenpaket um, das alle Verursachergruppen umfasst und bekämpfen somit erfolgreich den hausgemachten Feinstaub”, betont Umweltstadträtin Ulli Sima.

Im Maßnahmenpaket sind die weitere Forcierung des öffentlichen Verkehrs mit Netzoptimierung der Bus- und Straßenbahnflotte und dem U-Bahnausbau, die Parkraumbewirtschaftung, der Einsatz emissionsarmer Fahrzeuge, die thermische Wohnhaussanierung, umweltfreundliche Baustellen, die Ausweitung der Fernwärmenutzung oder der effiziente Winterdienst enthalten.

Umstellung auf moderne Sole- und Feuchtsalztechnologie reduziert Feinstaub in Wien

In Wien konnten alleine durch die Umstellung der MA 48 auf moderne Sole- und Feuchtsalztechnologie statt Streusplit der Feinstaub enorm reduziert werden. Der Vergleich zeigt, dass in Wien 1995 rund 133.500 Tonnen Splitt gestreut wurden, im Winter 2002/03 waren es noch rund 28.000 Tonnen, im sehr starken Winter 2012/2013 mit 121 cm Schnee an 42 Tagen 1.165 Tonnen und letztes Jahr nur noch 78 Tonnen. Diese Veränderungen wirken sich positiv auf die Luftqualität aus.

Auch die E-Mobilität ist ein wichtiger Punkt in der Bundeshauptstadt. Bis zum Jahr 2020 werden 1.000 weitere Ladestellen im öffentlichen Raum errichtet. Die in Wien gemessenen Höchstwerte für Feinstaub im Jahresmittel wurden seit dem Jahr 2003 halbiert und liegen bei weitem unter dem Grenzwert von 40 µg/m3.

Wien unterschreitet EU-Vorgaben

Der EU-weite Grenzwert von max. 35 Tagen pro Jahr, an denen der Wert von 50 μg/m3 im Tagesmittel überschritten werden darf, wurde in den vergangenen sieben Jahren in Folge eingehalten, zuletzt sogar deutlich unterschritten. Mit 16 Tagen über diesem Wert hält Wien aus heutiger Sicht die EU-Vorgaben auch 2018 ein und auch der strengere österreichische Grenzwert von max. 25 Tagen pro Jahr, an denen der Wert von 50 μg/m3 im Tagesmittel überschritten werden darf, wurde im abgelaufenen Jahr klar unterschritten.

Der Straßenverkehr ist Hauptverursacher von Feinstaub. Aber auch Bautätigkeiten und private Raumwärmegewinnung ohne Fernwärme schaden der Luftqualität. Laut Studien der TU Wien und des Umweltbundesamtes wird Feinstaub oft über weite Strecken transportiert, sodass ca. drei Viertel der Wiener Feinstaubbelastung aus überregionalen Quellen stammen, also nicht hausgemacht sind. EU-Vorschriften zur Emissionsreduktion in allen Mitgliedsstaaten tragen daher ebenfalls wesentlich zur Verringerung der Belastung in Wien bei. “Den in Wien selbst verursachten Anteil an der Feinstaubbelastung reduzieren wir laufend und arbeiten auch überregional an der Verbesserung der Luftgüte”, betont Sima abschließend.

(Red)

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