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Ein Toter, zwei Verletzte

Die Geiselnahme in Dyersburg (Bundesstaat Tennessee) ist am späten Mittwochabend blutig beendet worden. Dies berichtet der US-Sender CNN.

Eine Geiselnahme an einem College im US-Bundesstaat Tennessee hat in der Nacht auf Donnerstag ein blutiges Ende gefunden. Der Geiselnehmer habe sich umgebracht, teilte die Polizei mit. Außerdem seien zwei Geiseln verletzt worden. Der Mann, der sich als Al-Kaida-Mitglied ausgab, hatte zehn Stunden zuvor etwa ein Dutzend Studenten und einen Lehrer in seine Gewalt gebracht und sich in einer Klasse des Dyersburg State Community College verschanzt. Schriftlich hatte der 26-Jährige angekündigt, er wolle „einige Menschen töten und heute sterben“, hieß es.

Polizeichef Bobby Williams sagte, man habe gegen 23.00 Uhr Ortszeit (05.00 Uhr MESZ) aus dem Inneren des Gebäudes Schüsse gehört. Die beiden Geiseln seien nicht schwer verletzt worden. Die Polizei vermutete, dass der Mann mit einer Pistole und einem Fleischermesser bewaffnet gewesen sei. Forderungen habe er nicht gestellt. Am Abend verlangte er laut Williamson lediglich sechs Pizzas und Getränke.

Die Geiselnahme hatte nach Polizeiangaben am Mittwoch kurz nach 13.00 Uhr (Ortszeit) begonnen. Drei Studentinnen, darunter eine Schwangere, ließ der Täter bereits drei Stunden nach Beginn des Geiseldramas frei. Nach Medienberichten war der Unbekannte mit einem Neun-Millimeter-Revolver bewaffnet und hatte sich mit den Geiseln in einem Mathematikraum im zweiten Stock verbarrikadiert. Die Polizei riegelte das Gebäude ab und umstellte es. Zunächst hatten sich nach Erkenntnissen der Polizei zwölf bis 16 Personen in dem Klassenzimmer befunden.

Der Geiselnehmer wurde als Harold Kilpatrick identifiziert. Seiner Behauptung, er sei Mitglied des Terrornetzwerks Al Kaida und habe bereits mit Osama bin Laden gesprochen, schenkte die Polizei nicht allzu viel Glauben. Dennoch sei die Bundespolizei FBI eingeschaltet worden. Auch Mitarbeiter des Justizministeriums in Washington sagten, es gebe keine Hinweise, dass der Geiselnehmer Mitglied einer terroristischen Organisation sei.

Gegen Kilpatrick wurde bereits wegen Körperverletzung und Entführung in einem anderen Fall ermittelt. Am Mittwoch hätte er vor einem Gericht in Memphis erscheinen sollen. Polizisten standen mit dem Geiselnehmer über die Handys der Studenten in Kontakt. „Aber er redet nicht direkt mit uns“, sagte Williamson. Auch die Schwester des Täters sei vor Ort, aber selbst mit ihr wolle er nicht sprechen. Dyersburg liegt etwa 120 Kilometer nordöstlich von Memphis und 230 Kilometer östlich von Nashville.

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