Ein Team: Wiener Schulen und die Polizei

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Zwischen Wiens 673 Schulen und der Polizei wird ein "Sicherheitsnetzwerk" gestrickt. Für Stadtschulrats-Präsidentin Susanne Brandsteidl und Landespolizei-Kommandant Karl Mahrer steht dabei die Prävention im Vordergrund.

Anlass für diese Kooperation sei keineswegs eine Krisensituation, wie beide Seiten betonten. Die Zahl von rund 2.500 angezeigten Straftaten pro Jahr stagniere, es handle sich größtenteils um Gelegenheits-Diebstähle.

Vorträge und Informationen

„Eine Zusammenarbeit zwischen Schulen und der Polizei hat es früher auch schon gegeben, nur ist sie jetzt strukturiert“, betonte Mahrer am Montag im Rahmen einer Pressekonferenz in Wien. Präventionsbeamte halten regelmäßig Vorträge an Schulen, knüpfen Kontakte zu Elternvereinen, aber auch zu den Schülern selbst. Dabei können Probleme diskutiert und Wünsche geäußert werden.

Eine Erhebung hat ergeben, dass sich 52 Prozent aller Schulen für eine enge Kooperation mit der Polizei aussprachen, für 30 Prozent ist die Frage der Suchtprävention am wichtigsten.

Auch wenn das Hauptziel Vorbeugung heißt: „Bei echten Problemen werden wir natürlich tätig“, so der Generalmajor. Jüngstes Beispiel ist eine Diebstahls- und Raubserie samt Körperverletzung an Schulen im 18. und 19. Bezirk. Die Tätergruppe wurde ausgeforscht, es gab einige Festnahmen. Durch den engen Kontakt mit dem zuständigen Sicherheitsbeamten kann in Zukunft die Streifentätigkeit im Umfeld betroffener Schulen rasch intensiviert werden.

Sicherheit im Straßenverkehr

Zweites Standbein des Netzwerkes ist die Verkehrssicherheit. Bis dato wurden 48.683 Schüler an 292 Schulen informiert, mehr als 10.000 Schüler haben freiwillig die Fahrradprüfung abgelegt. Außerdem sind laut Statistik die Schulwegunfälle rückläufig. Waren es 2002 noch 82, hält man Ende November 2006 erst bei 55. Mahrer ist mit der Sicherheitssituation an Wiens Schulen sehr zufrieden: „Es gibt eigentlich keinen Anlass für die Gründung eines Netzwerks – wir tun es aber trotzdem.“

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