Eigene Mutter in Trafik überfallen?

Symbolfoto &copy bilderbox
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24-jähriger soll seine eigene Mutter in einer Trafik überfallen haben - mit Pistolenattrappe bedroht und mit über 1.000 Euro entkommen- eine Nachbarin will den Mann erkannt haben.

Ein kurioser Prozess hat am Donnerstag im Wiener Straflandesgericht stattgefunden. Ein junger Wiener, zur Tatzeit 24 Jahre alt, soll am 7. Dezember 2004 eine Trafik im Bezirk Landstraße überfallen haben. Ungewöhnlich war das Opfer: Es handelte sich um seine eigene Mutter. Der Verdächtige stritt die Tat ab und berief sich auf ein Alibi für die Tatzeit.


Mit einem Rollkragenpullover, den er sich über das Gesicht gezogen hatte, soll der Mann mit einer Pistolenattrappe auf seine Mutter, die als Angestellte in der Trafik arbeitete, losgegangen sein: Mit den Worten „Geld her, die Geldtasche“ bedrohte sie der Täter und entkam mit über 1.000 Euro.


Das Opfer selbst erkannte den jungen Mann nicht als ihren Sohn, sehr wohl aber eine Nachbarin, die ihn aus Richtung der Trafik kommend entgegenlaufen sah, wie sie der Polizei schilderte. Nachdem ein Haftbefehl ausgestellt worden war, stellte sich der mehrfach vorbestrafte 24-Jährige wenige Tage später den Behörden.


Ein Geständnis legte er allerdings nicht ab: Zum Zeitpunkt der Tat habe er einen Filmabend mit seiner Schwester gemacht, die diese Version auch bestätigte. Auch vor Gericht machte er dies geltend.

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