Ehrentag für gequälte Pferde

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Tierschützer der Organisation PETA fordern einen Ehrentag für gequälte Kutschpferde. Dieser Erholungstag soll am 15. Oktober als "Friedrich Nietzsche"-Tag eingeführt werden.

Pferdekutschen sind Tierquälerei, findet die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. Deshalb bittet sie Wiens Bürgermeister Dr. Michael Häupl, am 15. Oktober einen „Friedrich Nietzsche“-Tag zu Ehren misshandelter „Kutsch-Pferde“ einzuführen. Nietzsches 165. Geburtstag sei der ideale Anlass, um Droschken erstmalig für einen Tag aus der Stadt zu verbannen. Denn der berühmte Philosoph umarmte am 15. Oktober 1889 in Turin schluchzend ein Pferd, das zuvor von einem Kutscher geschlagen wurde.

„Nietzsche denkt in Extremen und er wendet sich konsequent gegen jegliche unsinnige Tradition“, erläutert Biologin Dr. Tanja Breining von PETA. Auch von daher sei der berühmte Philosoph der ideale Namensgeber für den Kutsch-freien Ehrentag für Pferde. Hinter der äußerlichen Schein-Romantik einer Kutschfahrt verberge sich laut Dr. Breining eine grausame, tierquälerische Industrie. Jedes Jahr käme es zu zahlreichen Unfällen, Menschen und Pferde würden zum Teil schwer verletzt oder sterben. Dass es auch anders geht, hat die Stadt Rothenburg ob der Tauber erst letzte Woche bewiesen: Oberbürgermeister Walter Halter sprach ein Pferdekutschenverbot aus, nachdem ein drittes „Kutschen-Pferd“ tödlich verunglückte. „Vor diesem Hintergrund sollte es doch möglich sein, in Wien wenigstens einen Kutsch-freien Tag einzuführen“, findet Dr. Breining. Pferden, die Kutschen ziehen, wird laut PETA jede natürliche Lebensweise abgesprochen. Unter schlimmsten Wetterbedingungen ziehen sie ein schweres Gewicht, laufen auf hartem Betonboden und inhalieren Abgase. Teilweise fahren sie im stärksten Straßenverkehr. Einige Tiere brechen zusammen oder erleiden Herzinfarkte.

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