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Ehefrau soll Häftling geholfen haben

Die Ehefrau des entflohenen Häftlings soll dem Mann bei seiner Flucht aus dem Krankenhaus Lainz geholfen haben, hieß es von der Polizei. In einem Brief an ihre Kinder erklärte sie die Tat.

Die 43-jährige Ehefrau des Häftlings hatte die Erlaubnis, bei der Strahlenbehandlung ihres Mannes im Spital dabei zu sein. Dabei dürfte das Ehepaar dem 27-jährigen Beamten, der den Häftling begleitete, Valium in einen Kaffee gemischt haben, berichtet ORF On. “Wirklich erklären konnte er es nicht”, sagte Peter Prechtl, Leiter der Justizanstalt Josefstadt nach der Einvernahme des Beamten. Dieser sei “disziplinär in Ordnung”.

In der Einvernahme habe er von “K.o.-Tropfen” gesprochen. Er sei mit dem Häftling noch in den Behandlungsraum gegangen, dann sei ihm plötzlich schlecht geworden. “Was danach passiert ist, daran kann er sich nicht mehr erinnern”, so Prechtl.


Krebskrank in Haft bis 2009

Die Polizei bestätigte Berichte von “Kronen Zeitung” und “Kurier”, wonach die Ehefrau in einem Brief an ihre Kinder den Grund für ihre Tat nannte: Sie wolle die letzten Lebensmonate mit ihrem Mann verbringen, der an Krebs erkrankt sei.

Beide dürften demnach befürchtet haben, dass er das Haftende im Sommer 2009 nicht mehr erleben würde. Hinweise deuten daraufhin, dass das Ehepaar nach Italien geflohen sei, so die Polizei.


In der Haft geheiratet

Die 43-Jährige hatte ihren Ehemann in der Justizanstalt Stein kennen gelernt. Sie heirateten in der Justizanstalt, wo der Deutsche seine 14-jährige Haftstrafe abbüßte.

In Österreich sind heuer nach Angaben des Justizministeriums bereits 14 Häftlinge geflohen.

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