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EHEC-Erreger auf spanischen Gurken nicht Auslöser

In spanischen Gurken wurde kein EHEC-Keim entdeckt
In spanischen Gurken wurde kein EHEC-Keim entdeckt ©APA (dpa)
Der auf spanischen Gurken in Hamburg entdeckte EHEC-Erreger hat offenbar nicht die Erkrankungswelle in Norddeutschland ausgelöst. Das habe eine entsprechende Laboruntersuchung bei zwei der drei sichergestellten spanischen Gurken ergeben, sagte die Hamburger Gesundheitssenatorin Prüfer-Storcks.
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In Deutschland wurde das 15. an EHEC erkrankte Todesopfer verzeichnet, in Schweden starb eine Frau.

EHEC-Quelle weiterhin unbekannt

Es zeigte sich bei den zwei Proben keine Übereinstimmung mit dem Erreger des Typs O104, die aus den Stuhlproben der Patienten isoliert wurden, so Prüfer-Storcks. Zwar sei auf den Gurken EHEC-Erreger nachgewiesen worden, allerdings nicht der Stamm, der die Erkrankungen ausgelöst habe. “Nach wie vor ist die Quelle nicht identifiziert.” Die Ergebnisse zweier weiterer Proben lägen noch nicht vor. Die Warnung in Hamburg bleibe aufrechterhalten, keine Gurken, Tomaten und Salate zu essen.

Deutschland hat indes das 15. Todesopfer: In Nordrhein-Westfalen erlag eine 87-jährige Frau in der Früh in einem Paderborner Krankenhaus der Infektion mit dem aggressiven Darmbakterium EHEC. Im Südwesten Schwedens starb am Dienstag eine etwa 50-jährige Frau, die sich offenbar in Deutschland mit dem aggressiven Erreger infiziert habe.

EHEC-Fälle in Österreich

Den beiden erkrankten Deutschen, die in einem oberösterreichischen Spital lagen, geht es indes weiterhin gut. Einer der beiden Radtouristen befand sich bereits seit dem Wochenende wieder daheim in Deutschland, der zweite Mann lag weiterhin im Linzer AKh. Der dritte Verdachtsfall erhärtete sich nicht, der deutsche Schauspieler litt an einer normalen Durchfallerkrankung.

Keine Lust mehr auf Gemüse

Der EHEC-Keim verdirbt den Österreichern die Lust auf Gemüse: “Durch den Skandal mit den angeblich verseuchten spanischen Gurken kaufen die Konsumenten auf einmal nur mehr ein Viertel der üblichen Gemüsemenge”, so Gerald König, Vorstand von LGV-Frischgemüse, dem größten österreichischen Gemüseproduzenten. Die derzeitige Lage sei für die LGV-Gemüsebauern “existenzbedrohend”, betonte der LGV-Chef in einer Aussendung. LGV-Frischgemüse und auch Iglo Austria bestätigten am Dienstag die Produktsicherheit ihrer Waren.

Die Mehrheit der Gurken im heimischen Handel kommt aus Österreich, geht aus Zahlen der Statistik Austria hervor. Im Jahr 2010 wurden rund 40.939 Tonnen Gurken in Österreich produziert, allein 22.848 Tonnen in Wien und 12.290 Tonnen in Oberösterreich. Importiert wurden 25.440 Tonnen, rund 9.432 Tonnen aus Spanien und 4.322 aus Italien sowie 3.675 aus den Niederlanden.(APA)

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