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E-Scooter: Nur 10 Prozent der Fahrer tragen einen Helm

"Fährt man ungebremst in ein festes Hindernis sind 25 km/h wie der Sturz kopfüber von einem 2,5 Meter hohen Baum direkt auf Beton", so Robatsch.
"Fährt man ungebremst in ein festes Hindernis sind 25 km/h wie der Sturz kopfüber von einem 2,5 Meter hohen Baum direkt auf Beton", so Robatsch. ©KFV-APA-Fotoservice-Tesarek
Kaum ein Benutzer eines E-Tretrollers verwendet einen Helm. Gerade einmal 10 Prozent der Fahrer schützen ihren Kopf.

Nutzer von Elektro-Tretrollern verzichten meist auf das Tragen eines Helmes. Das geht aus einer Erhebung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) in Wien hervor. Nur zehn Prozent der vom KFV beobachteten E-Scooter-Fahrern schützen ihren Kopf, wurde am Freitag in einer Aussendung beklagt.

Rund 3.000 E-Tretroller in Wien unterwegs

Die elektrisch angetriebenen Roller sind in Wien immer häufiger anzutreffen. Denn nicht nur private Gefährte werden immer mehr, auch einige Sharing-Anbieter sind inzwischen in der Bundeshauptstadt präsent. Das KFV schätzt die Zahl der Elektroroller in Wien auf rund 3.000.

Das Verhalten von rund 200 Nutzern wurde genauer unter die Lupe genommen. 16 Prozent von ihnen gaben im Rahmen einer Befragung an, schon einmal eine Situation erlebt zu haben, in welcher der E-Scooter nicht mehr kontrollierbar war. Sechs Prozent hatten bereits einen Unfall. Häufig wurden ungewollte Kollisionen mit der Gehsteigkante als Ursache für Crashes genannt. Auch Spurrillen sind ein Gefahrenpotenzial – genauso wie das Übersehenwerden durch andere Verkehrsteilnehmer.

Wien: Gefahren bei E-Tretroller

Klaus Robatsch, der Leiter des Forschungsbereichs Verkehrssicherheit im Kuratorium, warnte vor allem vor der beträchtlichen Geschwindigkeit, die die Scooter erreichen. Denn diese können bis zu 25 km/h schnell werden: “Fährt man ungebremst in ein festes Hindernis sind 25 km/h wie der Sturz kopfüber von einem 2,5 Meter hohen Baum direkt auf Beton.” Die vom KFV gemessene Durchschnittsgeschwindigkeit in Wien beträgt demnach rund 15 km/h.

Das KFV empfiehlt, stets einen Sturzhelm zu tragen – und die Handhabung der Roller zunächst zu üben. Besondere Vorsicht wird den Nutzern vor allem an Kreuzungen ans Herz gelegt. Denn durch den Toten Winkel werde man von abbiegenden Fahrzeugen möglicherweise übersehen, hieß es.

Das Kuratorium für Verkehrssicherheit hat zudem eine “City-Map” für Wien entworfen, in der die optimalen E-Scooter-Routen für Wien verzeichnet sind. Diese kann unter www.kfv.at abgerufen werden.

(APA/Red)

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