E-Scooter in Wien lösen vor allem das zu Fuß gehen ab

In Wien wird der E-Scooter vor allem für Wege benutzt, die man zuvor zu Fuß zurückgelegt hat.
In Wien wird der E-Scooter vor allem für Wege benutzt, die man zuvor zu Fuß zurückgelegt hat. ©APA/AFP (Sujet)
Innerhalb kürzester Zeit sind E-Scooter in Wien zu einem beliebten Fortbewegungsmittel geworden. Für viele ergab sich hier die Frage: Sind sie gut oder schlecht für die Umwelt? Wie eine Studie nun zeigt, die VIENNA.at vorliegt, wird in Wien vor allem das zu Fuß gehen von den E-Scootern abgelöst, wodurch sich deutlich ein negativer ökologischer Effekt ergibt.
E-Scooter in Wien: Einsatz fossiler Energie für Betrieb

Um herauszufinden, ob sich mit dem neu etablierten Verkehrsmittel ein positiver oder negativer Umwelteffekt ergeben hat, galt es zu untersuchen, welches Fortbewegungsmittel von den E-Scootern in Wien vor allem abgelöst wurde.

Negativer ökologischer Effekt durch E-Scooter in Wien

Da der Großteil (166 Probanden) der 230 befragten Personen angaben, nunmehr Wege mit dem E-Scooter zu fahren, die sie zuvor zu Fuß zurückgelegt hatten, ergeben sich deutliche negative Umweltauswirkungen, denn für die Herstellung, den Transport, den Betrieb und zu Lebensende der E-Scooter gibt es nun einen Ressourcenverbrauch, der zuvor nicht notwendig war.

Jennifer Schindl

Kaum Verzicht auf Autofahrten

Auch auf Wiens öffentliche Verkehrsmittel verzichten zahlreiche E-Scooter-Nutzer, nämlich 151 Studienteilnehmer. Nichtmotorisierte Fortbewegungsmittel, wie zum Beispiel das Fahrad, lassen 65 Befragte nun zugunsten der E-Scooter stehen. Erst auf Platz 4, mit 53 Personen, findet sich die Kategorie verbrennungsmotorisiert wieder, zu der beispielsweise das Auto zu zählen ist.

Hätten die E-Scooter in Wien vor allem verbrennungsmotorisierte Fahrzeuge, Taxi/Uber/Car-Sharing und andere elektromotorisierte Fahrzeuge abgelöst, hätte sich ein ökologischer Benefit ergeben. Allerdings zeigte die Befragung, dass diese Kategorien an Fahrzeugen am geringsten von den E-Scootern substituiert werden.

Weitere Ergebnisse der Studie

Gezeigt hat sich auch, dass insbesondere junge Erwachsene und Männer bei den E-Scooter-Fahrern in Wien stark vertreten sind. Gerne genutzt wird das in der Bundeshauptstadt verfügbare Sharing Angebot - vor allem von den 18- bis 27-Jährigen. Hauptsächlich zum Einsatz kommen E-Scooter in der Freizeit. Als größter Motivationsfaktor zur Nutzung wurde Spaß genannt, gefolgt von der schnelleren Bewältigung von Wegen, wobei Zweitgenanntes mit zunehmendem Alter der Befragten in den Vordergrund rückt. Die Mehrheit der Probanden und Probandinnen gab an, erst ein wenig getestet zu haben, wobei Männer eher regelmäßig mit dem E-Scooter fahren und Frauen eher unregelmäßig.

(Red./JES)

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