Dutzende Tote und hunderte Verletzte in Sri Lanka

"Sicherheitszone" von Artillerie angegriffen
"Sicherheitszone" von Artillerie angegriffen ©APA (epa)
Bei der Offensive der srilankischen Regierungstruppen sind nach Angaben von Gesundheitsbehörden und den Vereinten Nationen zahlreiche Zivilpersonen getötet und hunderte weitere verletzt worden. Eine von der Regierung eingerichtete "Sicherheitszone" nahe der Stadt Mullaittivu im Norden des Landes wurde am Dienstag mit Artilleriegranaten beschossen. Dabei wurden mehr als 300 Menschen verletzt.

Ein Sprecher der Vereinten Nationen sagte, UN-Mitarbeiter hätten in den vergangenen Tagen “dutzende Getötete und Verletzte” gesehen. Allein am Montag seien zehn Zivilpersonen getötet worden, sagte er. Es sei allerdings nicht möglich, zu klären, wer für die Gefechte in dem Gebiet verantwortlich sei. Das Rote Kreuz erklärte, in der Region Vanni seien “hunderte” getötet worden. Die Zivilbevölkerung gerate bei den Kämpfen ins Kreuzfeuer.

Der UN-Repräsentant in Sri Lanka, Neil Buhne, sagte, es habe in dem Gebiet “intensive Kämpfe” gegeben. “Viele Zivilpersonen wurden in den letzten zwei Tagen getötet. Das ist wirklich eine Krise”, sagte Buhne. Der indische Außenminister Pranab Mukherjee brach angesichts der jüngsten Zuspitzung der Lage am Dienstagabend zu Gesprächen mit der Führung in Colombo auf. In Indien leben rund 56 Millionen ethnische Tamilen.

Die mit den tamilischen Rebellen sympathisierende Web-Site TamilNet berichtete von mehr als 300 Toten in der 35 Quadratkilometer großen “Sicherheitszone”. Die Regierung hatte die Menschen aufgefordert, sich dort vor den Kämpfen in Sicherheit zu bringen. Nach Militärangaben ist die Zivilbevölkerung kein Angriffsziel. Es komme aber vor, dass sich Zivilpersonen unter die Rebellen mischten.

Der Beamte der Gesundheitsbehörden erklärte, die Verletzten seien in das Krankenhaus in Puthukudiyiruppu gebracht worden. Die Toten wurden demnach sofort begraben oder von den fliehenden Angehörigen zurückgelassen.

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