Durchbruch bei deutschem Atomdeal

Deutschlands Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) haben den Kompromiss im Atomstreit bestätigt.

Die Koalition habe ein energiepolitisches Gesamtkonzept für die nächsten Jahrzehnte erstellt, sagte Röttgen am späten Sonntagabend nach einer knapp zwölfstündigen Spitzenrunde im Kanzleramt in Berlin.

Röttgen sprach von einem “großen Erfolg” für die langfristige Versorgung der Bürger mit erneuerbarer Energie: “Der Fahrplan in das Zeitalter der erneuerbaren Energie ist aufgestellt.” Es gebe dafür jetzt eine seriöse langfristige Finanzierung.

Brüderle sprach von einem guten Konzept. Es würden insgesamt 15 Milliarden Euro generiert. Der Umbau der Stromversorgung werde forciert. Dies sei nicht nur wichtig für den Klimaschutz. Es gehe auch um die Technologieführerschaft Deutschlands. ”Die Mühe hat sich gelohnt. Uns ist ein großer Wurf gelungen”, sagte Brüderle.

Nach dem Kompromiss sollen ältere Kernkraftwerke eine längere Laufzeit von 8 Jahren erhalten, jüngere Atommeiler von 14 Jahren. Dies ergebe im Schnitt eine Laufzeitverlängerung von 12 Jahren, sagte Röttgen. Zudem gebe es einen “substanziellen Milliarden-Beitrag” der Atomindustrie zur Förderung erneuerbarer Energien.

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