Duell Letzter gegen Erster in Klagenfurt

Kärnten-Trainer Frenkie Schinkels: "Pech im Spiel"
Kärnten-Trainer Frenkie Schinkels: "Pech im Spiel" ©APA
Bundesliga-Schlusslicht Austria Kärnten kämpft vor dem Match gegen Tabellenführer Red Bull Salzburg nicht nur mit der Roten Laterne, sondern auch mit Personalsorgen - die Rollenverteilung ist glasklar.

Den Letzten und den Meister sowie Tabellenführer trennen 13 Punkte. Zudem kommt die aktuelle Verletzungsmisere bei den Klagenfurtern, die mit den Ausfällen von Salvatore (gesperrt), Gramann, Troyansky, Hiden und Pusztai (alle verletzt) vor allem im Defensivbereich arge Personalsorgen haben.

“Wir haben große Aufstellungssorgen, aber in dieser Saison ist ja noch nichts normal gelaufen. Es ist mühsam”, hadert Kärnten-Trainer Frenkie Schinkels mit dem Schicksal. “Ich werde die Würfelsteine rausholen, wer hinten spielen wird”, so Schinkels, der aber auch in dieser Situation seinen Humor nicht ganz verloren hat. “Glück in der Liebe, Pech im Spiel. Ich darf sagen, dass ich derzeit mit meiner Familie sehr glücklich bin.”

Auch angesichts der jüngsten Aufregungen um den Wettbüro-Besuch der Salzburger Kicker Sasa Ilic und Djordje Rakic während des Spiels ihrer Kollegen in Rom gegen Lazio hatte Schinkels einen Spruch parat: “Die Salzburger haben mehr Spieler im Wettbüro sitzen als wir im Kader.” Die Klagenfurter, die von den jüngsten 18 Liga-Partien nur eine gewonnen haben (2:1 gegen die Austria, sonst 2 Remis und 15 Niederlagen), werden sich aber natürlich nicht kampflos ergeben.

“Die Mannschaft, die spielt, wird an die Chance glauben und alles versuchen. Das letzte Aufgebot wird bis zum Letzten kämpfen. Auch wenn die Voraussetzungen natürlich nicht so rosig sind, um selbstbewusst in diese Partie zu gehen”, erklärte Schinkels vor dem Duell mit seinem niederländischen Landsmann Huub Stevens. Ein Blick auf die Heimbilanz gegen Salzburg könnte den Kärntnern das nötige Selbstbewusstsein geben, in vier Spielen gab es drei Siege und ein Remis (4:0 Tore).

Auch Salzburg-Trainer Stevens hat von dieser mageren Bilanz Salzburgs gehört und meinte dazu: “Jede Serie geht einmal zu Ende, hoffentlich auch diese.” Trotz der Ausgangsposition sieht der Niederländer die Partie nicht als Selbstläufer. “Vor allem in englischen Wochen ist es gefährlich, gegen vermeintlich kleine Gegner zu spielen. Wenn du oben sein willst, musst du solche Spiele auch gewinnen”, forderte Stevens Konzentration und drei Punkte.

Für die Tore der sechs Liga-Runden ungeschlagenen Salzburger sollen Mark Janko (vier Saisontreffer) und Somen Tchoyi (fünf) sorgen, möglicherweise wird Stevens, der zuletzt zweimal auf die selbe Startelf gesetzt hatte, aber auch ein wenig rotieren. “Bei so vielen Spielen musst du schauen, wer ist fit, wer ist frisch. Da musst du improvisieren.” Am Donnerstag wartet auf die Salzburger das Europa-League-Heimspiel gegen Villarreal CF, der sich am Sonntag auswärts gegen La Coruna für die Reise nach Österreich aufwärmt.

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