Drogenkurier als Amokfahrer

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Jener Niederländer, der am 27. Jänner mit einer Amokfahrt vor dem Schloss Schönbrunn fünf Personen schwer verletzt hatte, muss sich am kommenden Dienstag im Wiener Straflandesgericht verantworten.

Die Anklage legt dem 27-Jährigen, der als Drogenkurier in die Bundeshauptstadt gekommen war, Vergehen nach dem Suchtmittelgesetz, Körperverletzung, Nötigung und fahrlässige Gemeingefährdung zur Last. Der Mann dürfte sich nach der Einnahme von Amphetaminen im Drogenrausch befunden haben. In seinem demolierten Fahrzeug wurden fünf Kilogramm Marihuana sichergestellt.

Der Mann war am Vorabend am Ende seiner Reise angelangt. Er verbrachte die Nacht in seinem vor dem Schloss Schönbrunn geparkten Leihwagen, nachdem sich der Abnehmer des Suchtgifts nicht blicken hatte lassen. Am Morgen wollte der 27-Jährige diesen angeblich suchen fahren – dabei rammte er nach dem Ausparken zunächst ein Wartehäuschen der Wiener Linien. Er ließ sich davon nicht stoppen, krachte allerdings prompt in eine Verkehrskolonne.

Offensichtlich geriet der Niederländer auf Grund seiner brisanten Fracht nun in Panik: Er hielt das nächstbeste Auto an, zerrte den Fahrer ins Freie und „kaperte“ den fremden Wagen. Weit kam er damit nicht: Beim Rechtsabbiegen, um sich auf der Grünbergstraße stadtauswärts davonzumachen, geriet er auf die Gegenfahrbahn und „schoss“ einen entgegen kommenden Pkw ab.

Im gerichtlichen Vorverfahren hatte sich der Niederländer formell schuldig bekannt, verantwortete sich jedoch mit Erinnerungslücken:
Auf Grund seiner Berauschung wisse er nicht mehr, was passiert sei.

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