Drogen am Flughafen sichergestellt

Symbolbild Flughafen &copy Bilderbox
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Endstation für einen mutmaßlichen Drogenschmuggler aus Bolivien am Flughafen Wien-Schwechat. Ein Kilo hochwertiges Kokain wurde bei dem "Bodypacker" sichergestellt. Der 34-jährige Mann sitzt nun in Haft.

Auf dem Flughafen Wien in Schwechat war dieser Tage für einen mutmaßlichen Drogenschmuggler aus Bolivien „Endstation“. Bei dem Mann wurde nach Angaben der Polizeidirektion etwa ein Kilo hochwertiges Kokain sichergestellt. Der 34 Jahre alte Ernesto Rufo M. befindet sich in der Justizanstalt Wien-Josefstadt in Haft. Die Fahnder hatten einen vertraulichen Hinweis auf den Mann erhalten.

Laut Polizei war der Bolivianer mit dem Flug LX 1578 aus Sao Paulo via Zürich in Wien eingetroffen. Bei einer Kontrolle wurden im Handgepäck, in einer Jacke versteckt, 26 Suchtmittelbehältnisse (Bodypacks) gefunden, die der 34-Jährige während des Fluges ausgeschieden hatte. Eine Röntgenuntersuchung im SMZ Ost in Wien zeigte, dass er noch weitere 58 Behältnisse in seinem Verdauungstrakt befanden, die schließlich in der Krankenabteilung der Justizanstalt „ans Tageslicht“ kamen.

200.000 Euro am Schwarzmarkt

Die von dem „Bodypacker“ mitgetragene Kokain-Menge lag laut den Fahndern über dem „Schnitt“ von 400 bis 600 Gramm und hat einen Schwarzmarktwert von etwa 200.000 Euro. Der Bolivianer hätte nach seinen Angaben für einen erfolgreichen Transport und die Übergabe an seinen Abnehmer in Österreich 4.000 Dollar (3.090 Euro) erhalten sollen. Er will geglaubt haben, „teure Medikamente, die in Österreich legal nicht erhältlich sind, geschmuggelt zu haben“, teilte die Polizei Schwechat mit.

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