Drittes Wahlquartal 2013: Öffentliche Stellen warben um 45 Millionen

Wer inserierte wo und um wie viel?
Wer inserierte wo und um wie viel? ©APA/Sujet
Die Nationalratswahl hat sich bei den Werbeausgaben bemerkbar gemacht. Im 3. Quartal 2013 gaben öffentliche Stellen knapp 45 Millionen Euro für Werbeeinschaltungen und Inserate aus, wie aus den Daten nach dem Medientransparenzgesetz hervorgeht. Das bedeutet eine Steigerung um acht Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Umtriebigster Werber war zum wiederholten Male die Stadt Wien, die insgesamt 11,45 Mio. Euro investierte. Auch diesbezüglich ist ein Anstieg im Vergleich zu Juli bis September 2012 zu erkennen, als die Stadt rund 6,4 Mio. Euro für Werbeaufträge ausgab. Am stärksten davon profitiert haben diesmal die “Kronen Zeitung” mit 1,79 Mio. Euro, gefolgt von “Heute” mit 1,41 Mio. Euro und “Österreich” mit 1,26 Mio. Euro.

Wirft man einen Blick auf die Gesamtreihung der stärksten Werbemedien, so sind auch dort die drei großen Boulevard-Titel auf den vordersten Plätzen zu finden. In der “Kronen Zeitung” (inklusive Kronehit) wurden Aufträge im Wert von 5,3 Mio. Euro getätigt, auf dem zweiten Platz folgt der ORF mit 4,56 Mio. Euro. “Heute” (plus netdoktor.at) erhielt 3,85 Mio. Euro für Werbeschaltungen und die Mediengruppe “Österreich” 3,4 Mio. Euro. Die Verlagsgruppe News kam im dritten Quartel auf Einschaltungen um 2,02 Mio. Euro, wovon rund 760.000 Euro auf das Magazin “News” entfielen.

Einschaltungen bei Medien

Die Tageszeitung “Kurier” mit ihren Online-Auftritten und dem IT-Portal “futurezone” lukrierte Einschaltungen um 2,1 Mio. Euro, die “Presse” um 1,54 Mio. Euro und der “Standard” um 1,53 Mio. Euro. Die “Kleine Zeitung” erhielt Werbezuwendungen im Wert von 1,15 Mio. Euro. In den “Niederösterreichischen Nachrichten” wurde um rund 870.000 Euro inseriert, in den “Oberösterreichischen Nachrichten” um 780.000 Euro und die “Tiroler Tageszeitung” erhielt Aufträge um 660.000 Euro. Dahinter folgen die “Vorarlberger Nachrichten” (550.000 Euro) und die “Salzburger Nachrichten” (390.000 Euro). An den der SPÖ nahestehende Echo-Verlag gingen rund 800.000 Euro.

Bei den staatsnahen Unternehmen investierten die ÖBB inklusive ihrer Töchter mit 1,73 Mio. Euro den größten Werbeetat. Dahinter folgt der öffentlich-rechtlichen ORF (inklusive GIS) mit 1,63 Mio. Euro, wobei auch die Sendetechniktochter ORS, an der der ORF 60 Prozent hält, um rund 330.000 Euro warb. Der Agrarmarkt Austria waren Inserate und Werbeschaltungen knapp 800.000 Euro wert, der Österreich Werbung 770.000 Euro und der Post wiederum 580.000 Euro. Relativ bescheiden gab sich diesmal die Asfinag, die nur 18.000 Euro locker machte.

Ministerien und ihre Webeschaltungen

Die Reihung der Ministerien für das dritte Quartal führt das Infrastrukturministerium an: Rund 1,67 Mio. Euro waren dem Ressort von Doris Bures (SPÖ) Werbeschaltungen wert. Auf dem zweiten Platz folgt das schwarze Innenministerium mit 1,35 Mio. Euro. Ebenfalls mindestens eine halbe Mio. Euro gaben Unterrichtsministerium (880.000 Euro), Außenministerium (730.000 Euro), Verteidigungsministerium (680.000 Euro), Bundeskanzleramt (620.000 Euro) und Landwirtschaftsministerium (500.000 Euro) aus. Die geringste Summe vermeldete das Wissenschaftsressort mit knapp 93.000 Euro, das Justizministerium meldete keine Ausgaben.

Bei der fünften Veröffentlichung nach dem Medientransparenzgesetz gab es erstmals eine Meldequote von 100 Prozent, wie die zuständige Medienbehörde KommAustria mitteilte. Insgesamt wurden somit nach Ende der vierwöchigen Nachfrist 5.664 vollständige Datensätze übermittelt. Die nächste Veröffentlichung der Angaben über Werbeaufträge und -kooperationen steht am 15. März 2014 an.

(APA)

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