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Drei tote Radler in 12 Tagen: Sicherheitsgipfel in Wien

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Nachdem seit dem 15. Oktober gleich drei Radfahrer in Wien bei Unfällen zu Tode kamen, wird nun die Stadt aktiv: Ein Sicherheitsgipfel soll Abhilfe schaffen. Tödliches Radfahren in Wien | Wieder Radfahrerin schwer verletzt

Er werde sich an einem Runden Tisch zur Frage der Radunfall-Prävention beteiligen, der am Dienstag vom Leopoldstädter Bezirksvorsteher Gerhard Kubik initiiert wurde, so Verkehrsstadtrat Rudolf Schicker (beide S). Dabei sollen die Fahrradorganisationen mit dem Magistrat, der Polizei und der Politik zusammenkommen. Die Opposition kritisierte Schicker dennoch als lange Zeit untätig.

Die Zahl von drei Radlern, die innerhalb von zwölf Tagen von Lkws überrollt wurden, sei bedauerlich, unterstrich Schicker in einer Pressekonferenz. Bei allen Unfällen hätte man aber durch technische Sicherheitsvorkehrungen nichts verhindern können. “Es ist der Straßenverkehr insgesamt eine gefährliche Angelegenheit”, so der Verkehrsstadtrat, weshalb man gegenseitig Rücksicht nehmen müsse.

Es gelte beim Gipfel dennoch abzuklären, wie man Sicherheitshinweise verbessern und nicht zuletzt das Bewusstsein der Fahrradfahrer für Fragen wie Schritttempo bei Übergängen ohne Signallicht stärken könne. Mögliche Maßnahmen seien hier verstärkte Information und die Beseitigung von Gefahrenquellen. Zugleich müsse bei der Ausbildung der Lkw-Fahrer auf den Toten Winkel als Gefahrenquelle besonderer Bedacht gelegt werden.

Der Grüne Verkehrssprecher Christoph Chorherr kündigte gegenüber der APA an, am morgigen Mittwoch eine Kerze am Ort des letzten Unfallopfers entzünden zu wollen, das gestern zu Tode kam: “Wir wollen darauf hinweisen, dass dieser Tote das Ergebnis einer absolut verfehlten Radplanung ist.” Man habe schon vor Jahren auf den gefährlichen Radweg hingewiesen.

Auch gebe die zuständige Magistratsabteilung die Zahlen der größten Unfallhäufungspunkte nicht heraus. “Dabei zeigen diese Daten genau: Wo gibt es die Toten der nächsten Wochen”, unterstrich Chorherr – zumal die Mehrheit aller Unfälle verkehrsplanerische Ursachen habe: “Primär muss man hier das Bewusstsein von Schicker verändern.” Immerhin sei der einberufene Gipfel ein richtiger Schritt.

“Der SP-Planungsstadtrat lässt sich zwar für jeden zusätzlichen Meter im Wiener Radwegenetz feiern, bei Planung und Bau vergisst er aber völlig auf die Frage der Sicherheit”, konstatierte VP-Planungssprecher Wolfgang Gerstl. Die panikartige Ankündigung zu Gesprächen mit den Fahrradorganisationen käme reichlich spät. Für Schicker habe stets die Quantität an Radwegkilometern Vorrang vor deren Qualität gehabt.

Der angekündigte Fahrrad-Sicherheitsgipfel müsse zählbare Ergebnisse bringen, forderte der Verkehrssprecher der FPÖ, Herbert Madejski: “Gemischte Rad- und Fußwege, Zweirichtungsradwege, Radfahren gegen die Einbahn und andere gefährliche Unsinnigkeiten sollen der Vergangenheit angehören.” Auch sollten Nummerntafeln für jedes Rad eingeführt werden.

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