Drei Tote in Marchegg: Details zur Bluttat in Niederösterreich

Am Mittwoch ist es in Marchegg zu einer Bluttat gekommen.
Am Mittwoch ist es in Marchegg zu einer Bluttat gekommen. ©APA
Ein Ehepaar, 47 und 48 Jahre alt, sowie dessen 23-jährige Tochter sind am Mittwoch in Marchegg (Niederösterreich) durch Schüsse ums Leben gekommen. Noch ist unklar, wer geschossen hat. Die Polizei vermutet eine familiäre Bluttat und schließt einen Fremdtäter aus.
Drei Tote gefunden
Cobra-Einsatz in NÖ
Bilder vom Tatort

Dass in dem neu renovierten Haus etwas nicht stimmt, hatte bereits der Besitzer einer Baufirma vermutet, als seine 48-jährige Angestellte nicht zur Arbeit erschienen war. Als er nachschauen wollte, öffnete ihm niemand, obwohl die Autos vor dem zweistöckigen Objekt standen. Die nun kontaktierte Mutter der Frau vermutete Schlimmes, da ihr Schwiegersohn zuletzt angeblich psychische Probleme hatte. Da man bei der Exekutive wusste, dass der 47-Jährige waffenrechtliche Dokumente und angeblich zwei Faustfeuerwaffen besaß, wurde das Einsatzkommando Cobra (Eko Cobra) alarmiert.

Für die Polizei war der 47-Jährige ein unbeschriebenes Blatt. Von psychischen Problemen habe man weder bei der Exekutive noch der Bezirkshauptmannschaft Gänserndorf Kenntnis gehabt. Das letzte Lebenszeichen der Familie gab es am Dienstagabend, als der Mann mit einer 25-jährigen, in Wien lebenden Tochter telefoniert hatte.

Cobra wurde nach Marchegg gerufen

“Wir wurden wegen einer vermeintlichen Geisellage hingerufen”, sagte Detlef Polay, Sprecher des Einsatzkommandos Cobra (Eko Cobra). Als die Einsatzkräfte des Eko Cobra Wien mit einem Verhandlungsteam zu dem Wohnhaus in Marchegg-Bahnhof kamen, konnten sie keinen Kontakt herstellen. Daraufhin verschafften sich die Beamten Zutritt und fanden die drei Toten, berichtete der Cobra-Sprecher. “Im Haus lagen drei scheinbar leblose Körper.” Die Mutter lag in ihrem Bett im Erdgeschoß, die 23-jährige Tochter in ihrem Bett im ausgebauten Dachgeschoß, der Vater dort auf dem Boden. Wer die Schüsse abgefeuert hat, müsse laut Polizei noch untersucht werden. (APA)

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