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Drei Tote bei Explosion in Kraftwerk im Kosovo

Bei einer Explosion in einem Kraftwerk im Kosovo sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. "Bis jetzt haben wir drei bestätigte Todesfälle und viele Verletzte", sagte der Geschäftsführer der Anlage, Derat Rukiqi, am Freitag. Vermutlich handle es sich um eine Gasexplosion. Die Rettungskräfte gaben die Zahl der Verletzten, die in Krankenhäuser eingeliefert wurden, mit 13 an.


Die Explosion ereignete sich am Vormittag in einem Wärmekraftwerk zehn Kilometer außerhalb von Pristina. Die Explosion war bis in die Hauptstadt zu hören. Schwarze Rauchwolken stiegen über der Anlage auf. Feuerwehr und Rettungskräfte waren im Einsatz.

Ein Ingenieur, der bei der Explosion verletzt wurde, schilderte das Unglück einem örtlichen Fernsehsender vom Krankenbett aus: “Die Explosion war so stark, dass ich dachte, es sei ein Erdbeben”, sagte der Mann, der einen Verband um den Kopf trug. “Die Decke begann einzustürzen. Bevor ich die Anlage verließ, bemerkte ich viele Verletzte und viel Blut.”

Laut einem Arbeiter, der zum Zeitpunkt des Unglücks außerhalb des Gebäudes war, gab es nach der Explosion einen “riesigen Brand”. “Es brach Panik aus”, sagte er. “Wir rannten weg, niemand wusste, was los war.”

Die Anlage Kosovo A ist mit einer Leistung von 449 Megawatt das zweitgrößte Kraftwerk im Kosovo. Es stellt 30 Prozent des in dem Land benötigten Stroms her. Zugleich gilt das Kraftwerk als schlimmste Umweltbelastung in dem Balkanstaat. Die Anlage soll 2017 geschlossen werden.

Kosovos Ministerpräsident Hashim Thaci besuchte den Unglücksort kurz nach der Explosion. Er widersprach Angaben, wonach weitere Explosionen folgen könnten. “Es gibt keinen Grund zur Panik”, sagte er vor Journalisten. “Alles ist unter Kontrolle. Es besteht kein Anlass, die Anrainer in Sicherheit zu bringen”.

Laut Thaci wurden alle Angestellten aus der Anlage in Sicherheit gebracht. Alle notwendigen Einsatzkräfte seien vor Ort gewesen, fügte er hinzu. Die großen politischen Parteien im Kosovo sagten aus Solidarität mit den Angehörigen der Opfer Wahlkampfauftritte für die Parlamentswahl am Sonntag ab.

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