Drei Todesopfer in australischen Hochwassergebieten

Am Montag wurden nach Angaben der Rettungskräfte im besonders betroffenen Bundesstaat Queensland die Leichen eines seit Samstag vermissten Mannes sowie eines von den Fluten fortgerissenen Autofahrers gefunden.
Armeeflugzeuge brachten unterdessen Nahrung und Medikamente in die teilweise überflutete Küstenstadt Rockhampton. Nach Behördenangaben waren rund 200.000 Menschen und 22 Städte in ländlichen Gebieten von den Überschwemmungen betroffen. In der 75.000-Einwohner-Stadt Rockhampton wurde bis Mittwoch mit einem weiteren Anstieg des Wasserpegels gerechnet, Hunderte weitere Häuser drohten von der Außenwelt abgeschnitten zu werden. Viele Bewohner hatten dort bereits in der Nacht zum Samstag ihre Häuser verlassen müssen. Der wichtige Regionalflughafen der Stadt wurde geschlossen, die Straßen im Süden und Westen der Stadt waren wegen der Überschwemmungen blockiert.

Die Regierungschefin von Queensland, Anna Bligh, überflog das Gebiet und sagte im Anschluss, es sehe so aus, als liege Rockhampton “inmitten eines Binnenmeeres”. Die Wassermassen drohten die Stadt von der Außenwelt abzuschneiden.

Die australische Premierministerin Julia Gillard kündigte an, dass es Hilfsgelder für die am schwersten betroffenen Landsleute wie zum Beispiel Landwirte geben werde. “Hunderte Millionen Dollar” würden nach Queensland fließen. Von den schwersten Überschwemmungen seit rund 50 Jahren ist insgesamt eine Fläche von der Größe Deutschlands und Frankreichs zusammen betroffen. Es wird mit Schäden in Milliardenhöhe vor allem in der Landwirtschaft, im Bergbau, bei Kleinbetrieben und im Tourismus gerechnet.

Eines der beiden neuen Todesopfer war am Samstagnachmittag in der Nähe der Küstenstadt Gladstone in Queensland nach einem Bootsunfall als vermisst gemeldet worden. Der zweite Mann ertrank, als sein Fahrzeug in einen über die Ufer getretenen Fluss gerissen wurde. Bereits am Wochenende war eine Autofahrerin bei dem Versuch, eine überschwemmte Straße zu passieren, in den Fluten umgekommen.

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