Drei-Monats-Bilanz der Wiener U-Bahnstreifen: Fast 10.600 Kontrollen

Die Sonderstreifen der Wiener Polizei führten zur Festnahme von Dieben, Drogendealern und anderen Kriminellen.
U-Bahn: Polizei im Einsatz

Anfang September hat die Wiener Polizei begonnen, in der U-Bahn Sonderstreifen durchzuführen. Seither sind 10.584 verdächtig wirkende Passanten kontrolliert worden. Zuletzt zogen die Uniformierten zwei mutmaßliche Einbrecher und einen wegen schwerer Nötigung gesuchten Mann buchstäblich aus dem Verkehr, sagte Polizeisprecher Manfred Hejl am Donnerstag anlässlich der Drei-Monats-Bilanz der Sondertruppe auf APA-Anfrage.

Insgesamt 56 Haft- und Vorführungsbefehle wurden vollstreckt. Die offenen Vorführungen betreffen meist Personen, die nach Verwaltungsdelikten wie Falschparken oder Alkohol am Steuer ihre Strafen nicht bezahlt haben.

499 Beschuldigte wurden festgenommen, u.a. eine Frau, die am Karlsplatz beim Aufbrechen von Telefonautomaten ertappt worden ist. Beim Schottentor schnappte eine Polizistin einen Taschendieb, dem mittlerweile eine Vielzahl von Delikten und somit gewerbsmäßiger Diebstahl zur Last gelegt wird.

462 Anzeigen stellten die U-Bahnstreifen aus, 400 davon betrafen Drogendelikte. Mit dem Suchtgiftbereich haben auch die meisten der 346 Sicherstellungen zu tun: Bei 298 Aufgriffen im U-Bahnbereich sowie nachfolgenden Ermittlungen wurden laut Hejl rund 900 Gramm Heroin, 1.070 Gramm Kokain und 4,2 Kilo Cannabis sowie unzählige Tabletten eingezogen. Außerdem würden viele Waffen sichergestellt, vom Messer bis zur Gaspistole.

Polizeigeneral Karl Mahrer kündigte die Fortsetzung der Streifendienste an: “Durch den Einsatz der Polizistinnen und Polizisten wurde der Kontrolldruck nicht nur in der Drogenhändlerszene massiv verstärkt und auch das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrgäste verbessert.” Die Polizei sei täglich mit einer Hundertschaft an zivilen und uniformierten Beamten im U-Bahnnetz unterwegs.

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