Drama von Ottakring mit türkischem Happy End

"Rüstüüüüüüü!!!" - Es waren unbeschreibliche Szenen, die sich am Freitagabend, gegen Mitternacht, in Wien-Ottakring abspielten.

Tausende Türken stürmten jubelnd aus den Lokalen und Häusern, um den dramatischen Sieg ihres Nationalteams gegen Kroatien zu feiern. Hupkonzerte, Böllerschüsse und ekstatische Schlachtgesänge erfüllten den Brunnenmarkt.

Sie standen auf den Tischen, mit freiem Oberkörper, schleuderten Flaggen durch die brütend heiße Luft im Hinterzimmer des “Kent”, Fäuste wurden zum Himmel geballt und immer wieder brüllten sie “Türkiye!!! Türkiye!!!!” Ihr Ersatztormann Rüstü war zum Held des Elfmeterschießens geworden und brachte nicht nur sein Team, sondern ein ganzes Land ins Halbfinale.

Dabei hatte noch Minuten zuvor tiefe Depression geherrscht, als die Kroaten kurz vor Ende der Nachspielzeit in Führung gingen. Verzweifelte Fans verließen das Lokal, einige Gläser gingen zu Bruch. Doch nur Augenblicke später hallten Jubelschreie aus den Fenstern rund um den Yppenplatz, der Ausgleich war gefallen, in letzter Sekunde.

Als Kroatien abermals einen Elfer danebensetzte, brach ein Sturm der Begeisterung los, wie ihn Ottakring noch selten gesehen hat. Es wurde getanzt, Autoreifen ließen jede Menge Gummi am Asphalt zurück, die gesamte türkische Community war auf den Beinen, um eine riesige Party zu feiern.

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