Donauinselfest: Mehr als eine Mio. Besucher am Samstag

Amy Macdonald am Donauinselfest
Amy Macdonald am Donauinselfest ©APA
Der zweite Tag des 27. Donauinselfestes hat mehr als eine Million Menschen angelockt. Bis in die späten Abendstunden habe der starke Zustrom angehalten, teilten die Organisatoren mit. Mit mehr als 30.000 Zuschauern war der Auftritt von Amy MacDonald wohl der Publikumsmagnet des Abends.

Amy MacDonald konzertierte und nichts ging mehr: Beinahe bis auf den letzten Millimeter ausgefüllt war am Samstagabend der Rasen vor der Ö3-Bühne, als die 22-jährige Schottin um 21.00 Uhr hinter das Mikrofon trat. Die junge Sängerin, die es mit Singles wie “This Is Life” oder “Don’t Tell Me That It’s Over” zu beachtlichen Chartplatzierungen schaffte, zog die Massen an. Mehr als 30.000 Fans kamen, rings um das Stage-Gelände gab es so gut wie kein Weiterkommen mehr.

Menschen blieben vor den Bühneneingängen stehen und lauschten so den Nummern des Popstars, der erst im Frühjahr sein zweites Album “A Curious Thing” ablieferte. Auch auf den Treppelwegen herrschte kurzfristig Stillstand. Beim eigentlichen Headliner Thunderballs, der MacDonald nachfolgte, ging es weitaus lockerer zu.

Überschaubar hingegen der Andrang im Ö1-Zelt, wo zeitgleich Jochen Distelmeyer seinen Auftritt hatte. Doch trotz des teils bestuhlten Auditoriums herrschte im Publikum durchaus ausgelassene Stimmung. Der Ex-Blumfeld-Frontman gab ein Potpourri aus Stücken seiner vormaligen Band und der ersten Soloplatte “Heavy”. Das Liedgut reichte von “Weil es Liebe ist” bis “Hinter der Musik”. Der schulterlangbehaarte Diskurspopper – andere sprechen von verkopftem Schlager – sparte nicht mit Headbangen, das Publikum zumindest auf den Stehplätzen im Mittelgang und am Rand tat es ihm nach.

Dank der kraftvollen, teils durchaus ruppigen Interpretationen von äußerst melodieverliebten Songs bebte der holzbebretterte Boden ordentlich. Die Zuhörerschaft johlte, Distelmeyer bedankte sich artig: “Ganz geil, sehr sexy!” Aber Festivalslots sind knapp bemessen: Nach einer kurzen Zugabe aus “Pro Familia” und “Murmel” war der Gig nach gut einer Stunde auch schon wieder vorbei. Alf Poier wartete schon mit seinem “This isn’t it”-Programm. Volles Haus übrigens auch bei Ex-Supertramp-Bandleader Roger Hodgson, dem Schluss-Act auf der Radio Wien Bühne, sowie bei den Headlinern der FM4-Bühne The Very Best und Pendulum.

Dank der Wettervorhersage, die erneut Sonnenschein und sommerliche Temperaturen prophezeit, dürfte der Andrang auch morgen gewaltig sein. Ein Highlight des Abschlusstages ist mit Sicherheit der Gig des US-Folkers Adam Green, der ab 22.25 Uhr auf der FM4-Bühne sein Bestes geben wird. Zuvor geben sich dort noch das charmant frankophile Duo Stereo Total und die The Incredible Staggers, die dem Garagensound der 60er Jahre frönen, die Ehre.

Mit heimischer Kost versorgen werden das Publikum u.a. Die Seer und Rainhard Fendrich auf der Radio Wien Bühne sowie Das Nockalm Quintett und die Edlsser auf der Schlagerbühne. Die Spaßpunker 3 Feet Smaller und Donots warten auf der ATV-Stage, während am Ö3-Gelände Alf Poier und Culcha Candela ihren Auftritt absolvieren werden. Kabarettfreunden wird etwa Klaus Eckel und Dolores Schmidinger auf der Ö1-Insel geboten.

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