Dombrand in Wiener Neustadt: Ermittlungen angelaufen

Viel Rauch und Feuer, aber keine Verletzten beim Dombrand in Wiener Neustadt
Viel Rauch und Feuer, aber keine Verletzten beim Dombrand in Wiener Neustadt ©APA/EXPA/ Stephan Woldron
Der Brand im Dom in Wiener Neustadt von Dienstag Abend hat nicht nur rund 100 Feuerwehrmänner auf Trab gehalten, sondern auch einen hohen fünfstelligen Schaden verursacht. Jetzt laufen die Ermittlungen zur Ursache an.
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Dom war rasch gelöscht

Die werden von Beamten des Bundes- und Landeskriminalamts NÖ geführt. Mit einem Ergebnis wird noch im Laufe des Mittwoch gerechnet.

Dombrand in Wiener Neustadt mit sechs Feuerwehren

Das Feuer war um etwa 18 Uhr in der nordwestlichen Ecke, wo sich die Taufkapelle befindet, ausgebrochen. In der Folge waren neben der Feuerwehr Wiener Neustadt auch fünf weitere aus der Umgebung im Einsatz, um den Brand zu löschen. Dabei war vor allem der dichte Rauch ein Problem; der Brand konnte anfangs kaum lokalisiert werden. Damit war nicht sofort klar, was eigentlich brannte.

Die Löscharbeiten hatten sich schwierig gestaltet, “weil die engen Stiegenaufgänge des romanischen Bauwerks das Zurechtfinden und Hantieren mit schwerem Gerät erschwerten”, so ein Feuerwehrmann von der Feuerwehr Wiener Neustadt. Die Einsatzkräfte hätten nicht nur die Flammen bekämpft, sondern auch unschätzbare Kunstobjekte aus dem Gefahrenbereich geborgen.

Feuerwehr verhinderte Übergreifen

Der rasche Einsatz der Feuerwehren verhinderte ein Übergreifen des Feuers auf den Rest des Doms. Der Brand sei letztlich “relativ rasch unter Kontrolle gebracht” worden, so die Feuerwehr. Um die Flammen gänzlich zu löschen und alle Glutnester ausfindig zu machen, mussten auch Teile des Daches des Doms entfernt werden.

Der finanzielle Schaden dürfte sich nach dem Feuer glücklicher Weise in Grenzen halten, denn es besteht Versicherungsschutz. Der Dombrand in Wiener Neustadt muss jedoch jetzt von der Polizei geklärt werden.

Vorerst keine Gottesdienste im Dom

Im Wiener Neustädter Dom werden nach dem Brand vorerst keine Gottesdienste stattfinden. Die Messfeiern würden in die Vorstadtkirche St. Leopold verlegt, sagte Dompropst Monsignore Karl Pichelbauer am Mittwochvormittag zur APA. Ein Konzert am Freitagabend mit russischen Passionsgesängen müsse abgesagt werden. Erst nach Abschluss der Ermittlungen kann mit der Reinigung des Doms begonnen werden.

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