DK: Rasmussen verschiebt Wahl

Die für Jänner sicher erwartete Neuwahl des Parlaments in Dänemark wird nach Medienberichten aus Kopenhagen wegen der Flutkatastrophe in Südasien verschoben.

Wie mehrere Kopenhagener Zeitungen zum Wochenauftakt unter Berufung auf Regierungskreise berichteten, hat sich Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen zu einem Aufschub der Ausschreibung von Wahlen entschlossen, um einen Wahlkampf im Schatten von Trauer über die Toten und Ungewissheit über Vermisste zu vermeiden. Neben sieben bestätigten Todesfällen von Dänen in Thailand werden 69 Bürger des skandinavischen Landes seit der Flutkatastrophe vermisst.

Wie in Großbritannien kann in Dänemark der jeweils amtierende Regierungschef nach eigenem Gutdünken das Wahldatum zu einem für die Regierung günstigen Zeitpunkt festlegen. Der Rechtsliberale Rasmussen hat dafür noch bis zum Ende der Legislaturperiode Ende November Zeit. Umfragen zufolge galt seine Wiederwahl bei einer Wahl im Jänner als ungefährdet.

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