DK: Fischerboot ging U-Boot ins Netz

Einem dänischen Fischerboot ist am Montag ein deutsches U-Boot ins Netz gegangen, das für NATO-Übungen vor der norddänischen Küste im Einsatz war.

Die Besatzung des Kutters „Marie Helen” entdeckte den ungewöhnlichen Fang 37 Kilometer nördlich von Hirtshals. Die Fischer hätten das U-Boot erst identifiziert, nachdem es aufgetaucht war und Kontakt herstellte, teilte ein dänischer Marinesprecher am Dienstag mit. Die Befreiung des U-Bootes habe einige Stunden gedauert.

Das U-Boot war im Rahmen der NATO-Übung „Blue Game 2004″ im Einsatz, an der Flugzeuge und etwa 70 Schiffe von 16 Staaten beteiligt sind. Die „Marie Helen” sei nach dem Vorfall zunächst nach Hirtshals zurückgekehrt, um entstandene Schäden zu beheben, sagte der Marinesprecher. „Abgesehen von dem beschädigten Kutter war der Zwischenfall eigentlich undramatisch”, meinte der Sprecher. Einen ähnlichen Vorfall gab es schonmal: Vor zehn Jahren ging drei dänischen Fischer ein U-Boot ins Netz. Allerdings wurde ihr Boot in die Tiefe gerissen – die Fischer ertranken.

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