DIY-Fassadenbegrünung in Wien gratis erhältlich

Fassadenbegrünung wird von der Stadt Wien gefördert.
Fassadenbegrünung wird von der Stadt Wien gefördert. ©pixabay.com
Bis zu vier Module der Do-it-yourself-Fassadenbegrünung "BeRTA" werden von der Stadt Wien zu 100 Prozent gefördert. Aufstellen darf man sie jedoch nur auf Privatgrund und auch die Pflanzen müssen selbst besorgt werden.

In Wien sind neue Anreize geschaffen worden, um mehr Menschen zu bewegen, ihre Hausfassaden zu begrünen. Denn das Grün hilft in Hitzezeiten, die Temperatur zu senken. Neu ist nun: Die von Forschern gemeinsam mit der Stadt entwickelte "BeRTA"-All-in-One-Lösung gibt es nun auch als Selberbau-Variante. Für die herkömmlichen Module ist ein Montage-Team notwendig, was hier wegfällt. Auch der Genehmigungsprozess entfällt. Aufgrund einer Förderung sind bis zu vier DYI-Module gratis.

Fassadenbegrünung: Förderung bis zu 3.200 Euro

"Besteller und Bestellerinnen erhalten über die Grünfassadenförderung der Stadt Wien eine finanzielle Unterstützung in der Höhe von bis zu 3.200 Euro. Damit können bis zu vier BeRTA-Module zu 100 Prozent über die Grünfassadenförderung finanziert werden, ohne Investitionskosten für die Hausgemeinschaft", erklärte eine Sprecherin der APA. Rund 32 Quadratmeter Fassade können damit begrünt werden.

Ziel der neuen Aktion ist es, mehr Wienerinnen und Wiener zur Begrünung ihrer Hausfassaden zu bewegen. "Besonders während Hitzewellen ist Begrünung wertvoll, denn Pflanzen wirken wie natürliche Klimaanlagen, um zum Beispiel überhitzte Innenhöfe abzukühlen. Fassadenbegrünungen können die gefühlte Temperatur um bis zu 13 Grad senken", so die Sprecherin.

Pflanzen müssen selber besorgt werden

Erhältlich sind die Selbstbau-Pakete ab sofort hier. Grundsätzlich ist alles dabei, was es zur Begrünung braucht, nur die Pflanzen müssen selber besorgt werden. Für den Aufbau der Pflanztröge braucht es keine speziellen Kenntnisse.

Wichtig ist auch zu wissen: Die Do-it-Yourself-Variante darf nur auf Privatgrund wie zum Beispiel Innenhöfen platziert werden. Mit Ausnahme von denkmalgeschützten Gebäuden oder Bauten in einer Schutzzone ist dafür keine Zustimmung von der Stadt bzw. anderen offiziellen Stellen notwendig. Sehr wohl braucht es jedoch den Sanktus der Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer in einfacher Mehrheit.

All-in-One-Paket wird auch gefördert

Neben der Selber-Aufbau-Lösung schon länger erhältlich ist das All-in-One-Paket, in dem von der ersten Besprechung an Ort und Stelle über die Planung bis hin zur Montage sämtliche Arbeitsschritte des Vorhabens inkludiert sind. Auch die Begleitung bei der behördlichen Genehmigung gehört dazu. Diese können sowohl straßen- als auch innenhofseitig verwendet werden.

Die Kosten für diese Grünfassadenmodule variieren je nach Lage (straßenseitig oder nicht) und dem damit verbundenen Genehmigungsaufwand. Der Preis startet für die straßenseitige Installation bei rund 8.000 Euro für zwei Module. Je mehr Module genommen werden, desto günstiger werden sie. Zur Veranschaulichung: Für die Begrünung einer kompletten Fassade eines "typischen" Wiener Gebäudes werden zwischen fünf und acht Modulen benötigt. Die Zuschüsse der Stadt betragen über verschiedene Förderschienen in Summe insgesamt 6.880 Euro. Bei zwei Modulen würde das zu einer tatsächlichen finanziellen Eigenleistung von 1.124 Euro führen.

"BeRTA" gemeinsam mit der Stadt Wien entwickelt

"BeRTA" wurde von einem Forschungsteam gemeinsam mit der Stadt Wien entwickelt. Es handelt sich um einen Zusammenschluss von mehreren Unternehmen aus der Begrünungsbranche - beispielsweise Planer, Garten- und Landschaftsbau-Betriebe, Lieferanten von Systemkomponenten.

Das erste DIY-Projekt auf Privatgrund gibt es übrigens bereits: Die Kinder des Heilpädagogischen Hortes in der Dreihackengasse in Alsergrund haben sich schon seit langem eine Möglichkeit zum "Garteln" gewünscht, nun haben sie zwei BeRTA-Module zum Hegen und Pflegen.

(APA7red)

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