Diffamierte Kickl NS-Verfolgte als "Davongelaufene"?

"Das ist eine neuerliche, infame Geschichtsverdrehung eines FPÖ-Spitzenfunktionärs"
"Das ist eine neuerliche, infame Geschichtsverdrehung eines FPÖ-Spitzenfunktionärs" ©APA
Im Rahmen der Budget-Debatte am Donnerstag soll FPÖ-Generalsekretärs Herbert Kickl jene Menschen, die rechtzeitig vor den Nationalsozialisten fliehen konnten als "Davongelaufene" bezeichnet haben, die nun "verhätschelt" würden. Das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) zeigte sich empört. Die SPÖ spricht von Verharmlosung der NS-Verbrechen.

“Das ist eine neuerliche, infame Geschichtsverdrehung eines FPÖ-Spitzenfunktionärs. Jene, die sich nicht rechtzeitig vor den Nazis retten konnten, wurden zu Zigtausenden in Viehwaggons verfrachtet und auf brutale Weise ermordet. Hier von Drückebergern zu sprechen ist skandalös”, betont Willi Mernyi, der Vorsitzende des MKÖ.

Rudas: “Kickl ist rücktrittsreif”

SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas spricht von einer “unfassbaren und unentschuldbaren Entgleisung”. Kickl sei Rücktrittsgleich, für „derartig geschmacklose Provokationen und Verharmlosungen der NS-Verbrechen“ gebe es keinen Platz im Nationalrat. Sie kritisiert zudem, dass FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache sich bisher nicht dazu geäußert hat.

Kickl spricht via Aussendung von einer „bewussten Falschinterpretation“. Er habe von der “Verhätschelung von Zuwanderern” gesprochen, die als Wirtschaftsflüchtlinge aus ihrern Ländern davongelaufen seien. 

(VOL.at)

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