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Dieselprivileg, Steuern & Co.: Autobranche verunsichert

Die Vienna Autoshow 2020 beginnt am Donnerstag.
Die Vienna Autoshow 2020 beginnt am Donnerstag. ©APA/HANS PUNZ
Kurz vor der Vienna Autoshow in Wien gibt sich die Autobranche verunsichert gegenüber der neuen türkis-grünen Regierung. Die Branche wünscht sich mehr Rechtssicherheit, um für die Zukunft planen zu können.
Vienna Autoshow setzt auf E-Autos

Die Autobranche gibt sich im Vorfeld der Vienna Autoshow verunsichert ob der möglichen Verkehrspolitik der Grünen in der neuen Bundesregierung. "Die bisherigen Wortmeldungen der Grünen lassen bei uns die Alarmglocken schrillen", so Günther Kerle, Sprecher der Automobilimporteure, heute bei einer Pressekonferenz.

Er befürchtet eine Erhöhung der NoVA und der Dieselbesteuerung - ohne Mehrwert für die Umwelt. Der ebenfalls anwesende ÖVP-Verkehrssprecher Andreas Ottenschläger betonte, dass noch nichts fix ist. "Es steht nirgends dass der Diesel in der Sekunde teurer werden soll", so Ottenschläger. Für die Ökologisierung gebe es nur eine Vorgabe - es dürfe in Summe nicht zu einer Mehrbelastung kommen.

Der VCÖ wiederum erinnerte heute daran, dass die erhoffte "Diät" bei den Autos nicht stattgefunden habe. "Um die Klimaziele erreichen zu können müssen emissionsfreie, schlanke und energiesparende Fahrzeuge rasch der Standard werden", betonte VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen.

Das Dieselprivileg bleibt, dafür mehr Beimischung

An der steuerlichen Begünstigung von Diesel gegenüber Benzin wird sich nichts ändern - das hat Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) in einem Interview mit der "Tiroler Tageszeitung" und den "Salzburger Nachrichten" am Mittwoch klargestellt. Dafür werde aber an verstärkter Beimischung von alternativen Treibstoffen wie Bioethanol gearbeitet, so Köstinger.

"Im Individualverkehr kann ich auf öffentliche Verkehrsmittel oder ein E-Auto umsteigen, bei Traktoren wird das noch dauern", begründete Köstinger das Festhalten am Dieselprivileg. "Ein sehr guter Hebel sind Biotreibstoffe. Wir produzieren Bioethanol und wir haben viel Potenzial, grünes Gas in die Netze einzuspeisen."

Zwei von drei Neuwagen sind Dienstautos - Käufer großteils 50+

Knapp 330.000 Autos wurden 2019 neu zugelassen, wobei 66,8 Prozent auf Firmenfahrzeuge entfielen. Von den privaten Käufern waren fast zwei Drittel über 50 Jahre alt. Immerhin 16 Prozent der Neuwagen wurden von Personen über 70 Jahre gekauft. Fahrzeuge in den unteren PS-Klassen verkauften sich schlechter, bei den Autos über 171 PS gab es ein Plus von fast 14 Prozent.

Einen Anstieg gab es auch beim durchschnittlichen Schadstoffausstoß, dieser stieg seit dem Niedrigstwert in den Jahren 2016 und 2017 von gut 120 auf 128 (Benzin) bzw. 133 g/km (Diesel) an. Entsprechend zugenommen hat auch der Treibstoffverbrauch der Pkw.

Bei den Elektroautos geht es langsam bergauf - von äußerst niedrigem Niveau ausgehend. 9.242 Elektroautos wurden im Vorjahr neu zugelassen, damit erhöhte sich ihr Anteil am Gesamtmarkt von 2 auf 2,8 Prozent. Die meisten Elektroautos wurden in Wien verkauft, gefolgt von Niederösterreich. Gut 80 Prozent der Käufer waren Firmen, juristische Personen oder Gebietskörperschaften.

Traktoren verzeichneten ein starkes Plus

Während der Pkw-Markt 2019 im Jahresvergleich um 3,4 Prozent zurück ging, stagnierte der Verkauf von Lkw. Wobei die schweren Brummer um 7,9 Prozent zulegten, während leichte Lkw - als weitaus wichtigstes Segment - minimal nachgaben. Richtig gut lief es für Traktorverkäufer. Über 6.000 Stück wurden neu zugelassen, ein Plus von 11,1 Prozent.

Und auch bei den Zweirädern war die Nachfrage groß, hier gab es einen Zuwachs von 6,6 Prozent auf 40.660 Bikes - nach einem schwachen Jahr 2018.

Sieben Millionen Kraftfahrzeuge in Österreich zugelassen

Stagniert haben die Gebrauchtwagenzulassungen. Während der Neu-Kfz-Markt um 1,8 Prozent auf 436.260 Fahrzeuge verlor, gab es bei Gebrauchten Kfz ein Minus von 0,1 Prozent auf 1.067.994 Fahrzeuge.

Mit Jahresende 2019 waren rund sieben Millionen Kraftfahrzeuge in Österreich zugelassen (plus 1,5 Prozent gegenüber 2018). 5,04 Millionen Fahrzeuge davon waren Pkw (plus 1,2 Prozent), dazu kamen ca. 520.000 Lkw und rund 470.000 Traktoren sowie gut 800.000 Zweiräder.

(APA7red)

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