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"Dienstwagen-Affäre": Anklage lässt auf sich warten

Vor einem Jahr sorgte die so genannte „Dienstwagen-Affäre“ in der Öffentlichkeit für Schmunzeln und Kopfschütteln, während man beim betroffenen französischen Autohersteller bemüht war, die Sache nicht breit zu treten.

Zwei Männer hatten es geschafft, mit gefälschten Auftragspapieren für das Innenministerium, die Caritas und andere Organisationen knapp 6.000 „Dienstautos“ zu bestellen, die in Sonderschichten gefertigt und teilweise nach Österreich ausgeliefert wurden. Die gerichtlichen Voruntersuchungen wegen schweren Betrugs wurden jetzt ausgedehnt, eine mögliche Anklage wird frühestens im Herbst vorliegen.

“Hirn und Motor” verstorben
Das liegt hauptsächlich daran, dass der mutmaßliche Haupttäter tot ist. Der querschnittgelähmte, schwer kranke Mann, der in der Causa als Hirn und Motor galt, ist im vergangenen Oktober im Spital gestorben, womit die Staatsanwaltschaft sein Verfahren formell einstellen und sich auf den bis dahin eher als „Randfigur“ betrachteten Zweitbeschuldigten konzentrieren musste.

Dieser, ein 58-jähriger Wiener mit Geschäftserfahrungen in der Autobranche, soll vor allem den Kontakt zur Caritas hergestellt haben, indem er mehrere Schreiben verfasste. Er soll auch gefälschte Honorarrechnungen vorgelegt haben und sich angeblich Provisionen für den Fall der Überstellung der „Dienstwagen“ ausbedungen haben.

Weitere Erhebungen unumgänglich
Da in einer Notiz von einer Geldübergabe die Rede ist, hält die Anklagebehörde weitere Erhebungen für unumgänglich. „Die zuständige Sachbearbeiterin hat eine Ergänzung der Voruntersuchung beantragt“, erklärte Pressesprecher Ernst Kloyber am Mittwoch auf APA-Anfrage. So soll vor allem der ehemalige Direktor der Wiener Niederlassung des Autoproduzenten neuerlich einvernommen werden. Jenen hatte die Affäre den Job gekostet.

Redaktion: Claus Kramsl

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