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Diebstahl im AKH: Zwei Monate Knast

Ein 55-jähriger Wiener ist zu acht Monaten Haft, davon zwei unbedingt verurteilt worden - er hatte im AKH einer Patientin aus ihrem Spind die Handtasche gestohlen und anschließend versucht, mit ihrer Bankomat-Karte Bargeld zu beheben.

Dabei wurde er gefilmt. Der Langfinger entpuppte sich als der Vater jener Frau, mit der die 64-Jährige das Zimmer teilte. Der Mann – ein Frühpensionist – kam täglich mehrmals ins Spital, um seiner Tochter Sachen zu bringen und nach dem Rechten zu sehen. Oft blieb er bis weit in die Nacht hinein, wobei er sich dann mit Vorliebe im Foyer bzw. Aufenthaltsraum niederließ.

Eines Nachts schlich er sich dann offensichtlich ins Zimmer seiner Tochter und nützte die Gelegenheit, ihre Bettnachbarin zu bestehlen, die jener unmittelbar zuvor zehn Euro geborgt hatte. Der Mann bestritt vor Richterin Birgit Schneider zwar die Täterschaft und behauptete, ein Fremder habe ihm die Brieftasche in die Hand gedrückt und ihn gebeten, Geld abzuheben. Der Code habe aber „nicht funktioniert“.

„Eine Raubersg’schichte“, kommentierte die Richterin diese gewagte Verantwortung. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, der 55-Jährige erbat Bedenkzeit.

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