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Die Wiener und ihr Rathaus

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Bildband vom ersten Rathaus aus dem Jahr 1318 an der Salvatorgasse, von der Erweiterung an der Wipplingerstraße, von dessen Barockisierung bis zum Neuen Rathaus am Ring.

Das Wiener Rathaus ist Amtssitz des Bürgermeisters, Heimstatt von Landtag und Gemeinderat, Arbeitsplatz für rund 2.000 Menschen und einer der wichtigsten Veranstaltungsorte der Bundeshauptstadt. Jetzt ist dem 1883 fertig gestellten Ringstraßenbau im Gerold Verlag ein neuer Bildband mit dem Titel „Die Wiener und ihr Rathaus“ gewidmet. Genau dort, nämlich im Wappensaal, wird das Buch mit Fotos von Mario Lang und Georg Riha am kommenden Montag präsentiert.

Die Autoren Christine Klusacek und Kurt Stimmer machen sich darin auf einen „Streifzug durch die Geschichte“: Erzählt wird vom ersten repräsentativen Rathaus aus dem Jahr 1318 an der Salvatorgasse, von der Erweiterung an der Wipplingerstraße nach der Vernichtung der Wiener Judengemeinde im 15. Jahrhundert und von der Barockisierung und dem Ausbau des „Alten Rathauses“.

Rathaus wäre fast am Stephansplatz gestanden

Besonderes Augenmerk widmen die Autoren aber dem „Neuen Rathaus“, das ab 1873 in zehnjähriger Arbeit im Stil der Neugotik errichtet wurde. Das Interesse gilt dabei etwa dem damaligen Bürgermeister Cajetan Felder, der in geschickt geführten Verhandlungen mit Kaiser Franz Joseph und im Gemeinderat den Bau am Josefstädter Glacis durchsetzte. Ursprünglich stand ein gutes Dutzend Standorte zur Diskussion, darunter der Stephansplatz (wo heute das Haas-Haus) steht, sowie ein Bauplatz gegenüber des Stadtparks.

Auch die Finanzierung brachte Felder durch, wenn auch zum Preis einer hohen Verschuldung der Stadt. Der Gemeinderat genehmigte 1871 Baukosten von 8,5 Millionen Gulden, und das bei Budgeteinnahmen (ohne Anleihen und Kredite) von gerade einmal neun Millionen Gulden im selben Jahr. Die erste Gemeinderatssitzung im neuen Haus fand übrigens erst am 23. Juni 1885 statt.

Trotz kaiserlichem Verbot höher als Votivkirche

Architekt des Rathauses war Dombaumeister Friedrich Schmidt. Er umging elegant den kaiserlichen Befehl, wonach der zentrale Rathausturm niedriger als die benachbarte Votivkirche sein müsse: Schmidt krönte den 98 Meter hohen Turm mit einer 3,40 Meter hohen Metallstatue, dem so genannten „Rathausmann“ – und der schaut bis heute auf die 99-Meter-Türme der Votivkirche hinunter.

Auch die Geschichte der Wiener Bürgermeister wird geschildert, ebenso wie die Bedeutung des Hauses im „Roten Wien“ der Zwischenkriegszeit. Erwähnt wird auch der 29. April 1945, als im Rathaus mit der konstituierenden Sitzung der provisorischen Staatsregierung die Republik Österreich wiederhergestellt wurde.

Redaktion: Bernhard Degen

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