Die Österreicher leben immer länger

Die Österreicher erreichen ein immer höheres Alter: Im Jahr 2006 ist ihre Lebenserwartung erneut deutlich gestiegen, und zwar um 0,5 Jahre bei Frauen auf nunmehr 82,7 Jahre und um 0,4 Jahre bei den Männern auf 77,1 Jahre.

Damit liegt Österreich laut Statistik Austria im internationalen Spitzenfeld.

2006 gab es 74.295 Sterbefälle (2005: 75.189), um neun Prozent weniger als noch vor zehn Jahren. Hauptverantwortlich für die geringere Gesamtsterblichkeit ist die sinkende Anzahl an Herz-Kreislauf-Toten. In diesem Bereich ist Sterblichkeit innerhalb von zehn Jahren um 31 Prozent zurückgegangen.

Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall sind aber noch immer Todesursache Nummer eins mit 44 Prozent aller Todesfälle bzw. 32.489 Toten. Frauen sind wegen ihres höheren Anteils an der älteren Bevölkerung häufiger betroffen als Männer (60 vs. 40 Prozent).

Für gut ein Viertel (26 Prozent) waren Krebsleiden – die zweithäufigste Todesursache – verantwortlich. Tödliche Tumore traten bei Männern am häufigsten an der Lunge bzw. den Bronchien, der Prostata und dem Dickdarm auf. Frauen waren hauptsächlich von Brust-, Lungen- und Dickdarmkrebs betroffen.

In den vergangenen zehn Jahren hat die Krebssterblichkeit altersstandardisiert um zehn Prozent abgenommen. Bei Männern wurde vor allem ein Rückgang der Sterblichkeit an Lungen- und Magenkarzinomen verzeichnet. Ein Anstieg wurde beim Leberkrebs beobachtet.

Bei Frauen war im selben Zeitraum hauptsächlich ein Rückgang bei Krebs des Magens, des Dickdarms und der Gebärmutter zu bemerken. Angestiegen ist Krebs in Bronchien bzw. Lunge, was auf die steigende Anzahl von Raucherinnen zurückgeführt wird. Trotzdem ist die Sterblichkeit an Lungenkrebs bei Männern nach wie vor drei Mal so hoch wie bei Frauen.

1.293 Personen begingen Selbstmord, etwa drei Viertel der Suizide wurden von Männern begangen. 723 Todesfälle führt die Statistik auf so genannte Transportmittelunfälle zurück, wobei es sich vorwiegend um Verkehrsunfälle handelt. Suizide führten damit fast doppelt so häufig zum Tod wie Transportmittelunfälle. An Verletzungen und Vergiftungen starben 2006 insgesamt 4.211 Menschen in Österreich.

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