Die Stadt Wien zahlt dem Tierschutzverein ab Februar mehr Geld

Es gibt einen neuen Vertrag zwischen Stadt und Tierschutzverein.
Es gibt einen neuen Vertrag zwischen Stadt und Tierschutzverein. ©APA
Ab Februar erhält der Wiener Tierschutzverein (WTV) von der Stadt mehr Geld die Betreuung herrenloser oder beschlagnahmter Tiere. Bei dem neuen vertrag handelt es sich jedoch lediglich um eine "Übergangslösung", wie betont wird.
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Rund eine Million Euro macht die Stadt für das Jahr 2014 locker – um etwa 180.000 Euro mehr als zuletzt. Das ist der Kernpunkt des neuen Leistungsvertrags, der nach monatelangen Verhandlungen mit dem Tierschutzverein nun fixiert wurde. Er gilt bis Jahresende.

Zur Vorgeschichte: Im Sommer 2013 hatte der WTV einigermaßen überraschend den bestehenden Leistungsvertrag mit Ende Jänner 2014 gekündigt. Vereinspräsidentin Madeleine Petrovic begründete das damals mit geänderten Rahmenbedingungen – beispielsweise einem Anstieg der durchschnittlichen Betreuungszeit -, denen auch Rechnung getragen werden müsse. Sprich: Man wollte mehr Geld von der Stadt. Tierschutzstadträtin Ulli Sima (SPÖ) konterte, sie wolle sich ob der “völlig unverständlichen” Vorgangsweise nicht erpressen lassen.

Herrenlose Tiere müssen gut betreut werden

Nun hat man sich gut eine Woche vor Auslaufen des Kontrakts doch noch geeinigt, wie Sima am Donnerstag der APA mitteilte. Sie sei froh darüber. “Denn klar ist, dass es in wirtschaftlich schwierigen Zeiten nicht einfach ist, mehr Geld auszugeben”, betonte die Ressortchefin. Andererseits müssten herrenlose Tiere freilich gut betreut und rasch weitervermittelt werden.

Mehr Geld für den Tierschutzverein

Der längeren Verweildauer wird insofern Rechnung getragen, als die Stadt zusätzlich zur tagesgenauen Abrechnung pro Tier noch eine Betreuungspauschale von 40 Tagen drauflegt. Bisher machte dieser Bonus 30 Tage aus. Außerdem wird die Abgeltung für verletzte oder verirrte Wildtiere, die in letzter Zeit stark zugenommen haben, von 2.000 auf 4.000 Euro erhöht.

WTV-Geschäftsführer Theodor Skopek zeigte sich gegenüber der APA “sehr zufrieden”. Freilich könnte man durchaus noch mehr Geld brauchen, aber mit der jetzigen Lösung “kann ich absolut leben”. Schließlich hätten sich beide Seiten bewegt. Im Vorjahr hat das Tierschutzhaus für die Stadt 2.915 entlaufene oder beschlagnahmte Tiere, vorwiegend Hunde und Katzen, betreut und versucht, diese an neue Besitzer weiterzuvermitteln.

Neuer Vertrag ist eine “Übergangslösung”

Laut Skopek handelt es sich bei der jetzigen, bis Jahresende gültigen Einigung um eine “Übergangslösung”. Der Grund: Das von der Stadt und der Tierschutzstiftung ins Leben gerufene “TierQuartier” soll 2015 in der Donaustadt eröffnen. Das werde “rein logisch” auch zu einer Neuaufteilung der Betreuung führen, weshalb man sich folglich auch den Leistungsvertrag noch einmal anschauen müsse, so der WTV-Geschäftsführer. (APA)

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