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Die Popkonzert-Highlights in Wien im März

Die besten Popkonzerte im März in Wien.
Die besten Popkonzerte im März in Wien. ©Canva (Symbolbild)
Im März darf sich das Konzertpublikum in Wien nicht über mangelnde Abwechslung beschweren.

Mit Electric Callboy zwischen harten Breakdowns und Ballermann-Techno pendeln, bei Yann Tiersen melancholischen Klaviermelodien lauschen oder zu Jason Derulos knalligen R'n'B-Hymnen das Tanzbein schwingen: Über mangelnde Abwechslung darf sich das Konzertpublikum im März nicht beschweren. Zudem gibt es Bandjubiläen von Mnozil Brass über JazzWerkstatt Wien bis zur Lungau Big Band. Aber auch ein Bühnenabschied ist zu verdauen. Nachfolgend drei ausgewählte Highlights:

Tanzbare Sounds bei Joshua Davis in der Wiener Ottakringer Brauerei

Joshua Davis ist ein Vinyl-Freund. Der US-Amerikaner, besser bekannt unter seinem Künstlernamen DJ Shadow, setzt für seine zwischen Hip-Hop, Electronic und Drum'n'Bass angesiedelten Tracks üblicherweise auf fremdes Material, das er im klassischen DJ-Stil mittels Turntables und Mixer neu zusammensetzt. Bereits mit seinem 1996 erschienenen Debüt "Entroducing....." konnte er auf diese Weise Fans wie Kritiker gleichermaßen überzeugen, was ihn zu einer der zentralen Figuren im experimentell angehauchten Hip-Hop-Universum werden ließ. Stilistisch kaum festzunageln, folgten seitdem Arbeiten, die mal stärker tanzbarer ausfielen, auch bei Funk oder Rock Anleihen nahmen oder einem 80er-Vibe huldigten, wie etwa das im Vorjahr veröffentlichte Album "Action Adventure" belegt. Wer dem Meister bei der Livezubereitung auf die Finger schauen möchte, bekommt am 8. März in der Wiener Ottakringer Brauerei Gelegenheit dazu.

Sounds aus Amerika: Lucinda Williams im Wiener Theater Akzent

Es ist nur ein kleiner Nebenaspekt, und doch beschreibt er Lucinda Williams ganz gut: Diese große Stimme der US-amerikanischen Rock- und Countryszene hat auf ihrem im Vorjahr veröffentlichten Album "Stories From a Rock'n'Roll Heart" einen ziemlich prominenten Gastsänger. Immerhin veredelte Bruce Springsteen gemeinsam mit Ehefrau Patti Scialfa die erste Single "New York Comeback" als Backgroundsänger. Wer sich die Nummer aber etwa bei Spotify zu Gemüte führt, wird kein großes Featuring mit Namedropping entdecken. Das hat Williams auch gar nicht notwendig. Die 71-Jährige hat sich als Singer-Songwriterin einen Status erspielt, der solche Spielereien unnötig macht. Am 12. März ist diese große Geschichtenerzählerin des Rock im Wiener Theater Akzent zu hören.

Abschied von Café Drechsler

Jetzt heißt es stark sein: Nach knapp 25 Jahren als fixer Bestandteil der heimischen Jazzszene, verabschiedet sich das Trio Café Drechsler am 30. März von der Livebühne. Im Porgy & Bess sind Ulrich Drechsler, Oliver Steger und Alex Deutsch nach eigenen Angaben ein letztes Mal dabei zu erleben, wie sie instrumentale Finesse mit spielerischem Witz und einer druckvollen Darbietung mischen. Still sitzen war bei dieser Gruppe ohnehin nie angesagt, aber diesmal dürfte das Publikum besonders intensiv den mit Boogie und Funk infizierten Songs huldigen, die Café Drechsler in den vergangenen Jahren bei etlichen ausverkauften Shows zum Besten gegeben hat und der Band auch einen Amadeus Award einbrachten. Es ist jedenfalls kein Wunder, wenn Steger in der Abschiedsnotiz betont, dass die Band es noch einmal "so richtig krachen lassen" will. Einmal ist noch Gelegenheit dazu!

(APA/Red)

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