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"Die Leute sollen sagen: Das ist ein cooles Event"

Franz Kalla durchlebt sein erstes Jahr als Manager der Caps
Franz Kalla durchlebt sein erstes Jahr als Manager der Caps ©vienna.at
Franz Kalla durchlebt seine erste Saison als Eishockey-Manager. Der 42-jährige Wiener ist angetreten, um die Vienna Capitals zum Erlebnis machen.
Kurzinterview mit Franz Kalla

Franz Kalla ist “seit 30 Jahren ein glühender Eishockeyfan”. Doch während seine Capitals trotz Verletzungsmisere von Sieg zu Sieg eilen, kann er sich nur gelegentlich dem Geschehen auf der Eisfläche widmen. Kalla ist der neue Manager des Wiener Eishockeyvereins.

“Alles im grünen Bereich”
Kallas Zwischenbilanz nach dem ersten Saisondrittel ist positiv, zumindest sportlich sei “alles im grünen Bereich.” Nach den ersten 18 Spielen des Grunddurchgangs halten die Vienna Capitals als Tabellendritter bei 13 Siegen und fünf Niederlagen. Einziger Wermutstropfen in der positiven Bilanz sind die zahlreichen Verletzten auf Seiten der Wiener. An Verstärkungen sei dennoch erst kurz vor Beginn der Playoffs – im Jänner – gedacht, bleibt Kalla vorsichtig.

“Aufbruchstimmung” bei den Capitals
Trotz saisonal bedingtem Dauer-Powerplay wirkt der 42-Jährige nicht ausgelaugt, ganz im Gegenteil: Der gelernte Banker verspürt seit dem ersten Spiel eine “Aufbruchstimmung” bei den Vienna Capitals. Das liegt nicht zuletzt daran, dass der Verein seit Beginn dieser Saison die Eishalle selbst betreibt. Waren bisherigen Ideen oft bürokratische Hürden im Weg, da die Eishalle in Kagran von der Gemeinde Wien verwaltet wurde (Stadthalle, Magistratsabteilung 51), sind die Entscheidungen nun schneller und einfacher zu treffen. Dass es Franz Kalla ist, der jetzt diese Entscheidungen trifft, hat mit einem zu tun, der eigentlich gar nichts mit den Caps zu tun hat: Eventguru Hannes Jagerhofer.

Jagerhofer schlug Kalla vor
16 Jahre hat der jetzige Caps-Manager im Finanzwesen gearbeitet. Dabei machte er Bekanntschaft mit Jagerhofer. “Er ist damals mit der Idee vom Beachvolleyball zu mir gekommen – ich war sein Bankbetreuer. So haben wir uns kennen gelernt. Der Hannes ist heute mein Freund, seit 10 Jahren arbeiten wir zusammen.” Als Capitals-Präsident Hans Schmid den umtriebigen Veranstaltungsprofi nach einem Tipp für das Management fragte, schlug Jagerhofer Kalla vor.

“Die Leute sollen sagen: Das ist ein cooles Event”
Kalla will den Verein zuschauerfreundlicher und erlebnisorientierter machen. “Wir müssen es schaffen, die Zielgruppe zu vergrößern. Die Leute sollen sagen: Das ist ein cooles Event. Eishockey ist ein toller Sport. Die Rahmenbedingungen sollen den Besuch im Stadion zum Erlebnis machen.”

Dienstagspiele sind “schwer”
Dass der dichte Spielplan der Liga (54 Matches, davon 27 Heimspiele im Grunddurchgang) die Begeisterung eher hemmt denn beflügelt, glaubt Kalla nicht. Weniger Spiele seien kein Rezept, auch wenn die Dienstagspiele “schwer” seien. “Natürlich ist ein Dienstagspiel gegen Olimpija Laibach eine – ich sag mal – Challenge. Aber Rapid und Austria sind auch nicht immer ausverkauft. Organisatorisch sind mir Freitag- und Sonntagspiele lieber”, sagt der Manager.

“Halte mich sportlich raus”
Während Kalla bei organisatorischen Fragen zu Hochform aufläuft, hält er sich in sportlichen Belangen zurück. “Ich habe im Leben gelernt, dass es am besten ist, wenn man über das spricht, wovon man Bescheid weiß. Also halte ich mich sportlich raus. Dazu haben wir Profis, die ihr Geschäft verstehen. Ein Kevin Gaudet (Trainer, Anm.), Martin Satorina (Co-Trainer) oder Martin Platzer (Vizepräsident) haben ein ganz anderes Auge.”

Video: Kurzinterview mit Franz Kalla

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Vienna Online / Martin Ucik

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