Die "Lange Nacht der Kirchen" am 27. Mai

Mehr als 700 Gotteshäuser öffnen in der "Langen Nacht der Kirchen" ihre Tore. In Zeiten von Rekordaustritten sollen rund 3.200 Veranstaltungen in Österreich sowie in manchen Nachbarländern für einen neuen Besucherrekord am 27. Mai sorgen.
Das Angebot in der ”Langen Nacht der Kirchen” reicht von musikalischen Darbietungen über Lichtinstallationen im Linzer Mariendom und im Wiener Stephansdom bis hin zu einer Diskussion über die Reaktorkatastrophe in Fukushima.

Großer Zulauf bei “Langer Nacht der Kirchen”

Das Bedürfnis nach religiöser Nahrung ist groß“, lieferte der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar Nicolae Dura – gleichzeitig Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) – am Dienstag in einer Pressekonferenz eine Begründung für den Zulauf in der “Langen Nacht der Kirchen“.  Dura betonte auch den ökumenischen Charakter der Veranstaltung: “Die Einheit wird wieder belebt.” Im vergangenen Jahr wurden bei der “Langen Nacht” knapp 350.000 Besucher gezählt.

Prälat Karl Rühringer, Bischofsvikar für Wien Stadt, betonte den grenzüberschreitenden Charakter der “Langen Nacht”. In Ländern, wo Religion teilweise unterdrückt worden sei, sei so etwas wie ein “neuer Frühling” zu erleben. In diesem Jahr werde erstmals die Slowakei mit demselben Logo und am selben Abend dabei sein. Und zum ersten Mal beteilige sich auch Ungarn an der “Langen Nacht der Kirchen”.

“Lange Nacht der Kirchen” zeigt Einblicke in Überzeugungen

Für Michael Wolf, Senior der evangelischen Kirche, soll die “Lange Nacht” ein “fröhliches Forum werden, in dem die Kirchen einen Blick nicht nur in das Innere ihrer Räume gewähren, sondern auch Einblicke in ihre gelebten Überzeugungen“. So werde man etwa in einer Podiumsdiskussion in Wien-Simmering die unterschiedlichen Jenseitsvorstellungen in den verschiedensten Konfessionen bedenken. In der Deutschordenskirche in der Inneren Stadt betrachtet man wiederum “Die Welt 78 Tage nach Fukushima”.

Stephansplatz im Mittelpunkt der “Langen Nacht der Kirchen” in Wien

Ein Novum bei der “Langen Nacht der Kirchen” ist die Öffnung der Virgilkapelle aus dem 13. Jahrhundert unter dem Stephansplatz. Derzeit ist der rätselhafte Ort aufgrund jahrelanger Restaurierungsmaßnahmen geschlossen. “In unmittelbarer Nachbarschaft zum Trubel des U-Bahnknotenpunktes Stephansplatz gelegen, ist man hier, ob gläubiger Mensch oder nicht, mit Geheimnisvollem und Spirituellem konfrontiert“, so Wolfgang Kos, als Direktor des Wien Museums praktisch “Hausherr” der Kapelle.

Das Programm ist auf der Website www.langenachtderkirchen.at abrufbar.
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