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Die Immobilienpreise sind 2014 in Wien gestiegen

In Wien ist die Nachfrage größer als das Angebot, es wird viel gebaut.
In Wien ist die Nachfrage größer als das Angebot, es wird viel gebaut. ©APA
Im Jahr 2014 haben die Wiener Immobilienpreise weiter angezogen - allerdings nicht mehr in dem Ausmaß wie in den Jahren nach dem Beginn der Finanzkrise. Diese Entwicklung wird Experten als "sehr gesund" bezeichnet.
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Eigentumsobjekte verteuerten sich gegenüber 2013 um 3 bis 4 Prozent, die Mieten (bei Neuabschlüssen) stiegen um 1 bis 2 Prozent weniger stark, berichteten die beiden Immobilienunternehmen Buwog und EHL  am Montag vor Journalisten.

Eine “gesunde” Preisentwicklung

“Die Eigentumspreise haben sich nach wie vor sehr gesund entwickelt”, meinte die Geschäftsführerin der EHL-Sparte Immobilien Management, Sandra Bauernfeind, und verwies auf den Anstieg “knapp über der Inflationsrate”. So soll es auch heuer weitergehen: “Eine ähnliche Entwicklung sehen wir für 2015”, sagte EHL-Chef Michael Ehlmaier. “Wir sehen aber definitiv keine Blase”, betonte Bauernfeind.

Immobilienpreise haben sich “beruhigt”

Mit den teilweise zweistelligen Zuwachsraten bis zu 15 Prozent pro Jahr in manchen Bezirken, wie sie in der Vergangenheit zu sehen waren, sei es vorbei. Im Zuge der Krise des Kapitalmarktes wurde in großen Stil Geld abgezogen und in Immobilien investiert. Die jüngsten Preissteigerungen begründeten die Immobilienexperten hauptsächlich mit den “deutlich gestiegenen Grundstückspreisen”, die der Bauträger einkalkuliere. Insgesamt habe sich die Situation der Immobilienpreise “beruhigt” und “auf hohem Niveau stabilisiert”.

Hohe Nachfrage in Wien

Die Nachfrage nach Wohnraum in Wien übersteigt den Angaben zufolge immer noch das Angebot, bei gleichzeitig weiterhin massivem Zuzug. In den vergangenen 20 Jahren sei die Einwohnerzahl um fast 13 Prozent gewachsen – allein 2014 stieg sie um rund 33.000 auf 1,79 Millionen. Bis 2030 dürfte die Metropole die 2-Millionen-Marke knacken, erwartet Buwog-Österreich-Geschäftsführer Andreas Holler. Die Zahl der Baugenehmigungen hinke hinter der Entwicklung her – 2014 lag sie bei rund 12.000 Stück, nach 12.170 im Jahr davor.

“Unser Hauptproblem: Wir brauchen neue Grundstücke, die wir bebauen können”, resümierte Buwog-Chef Daniel Riedl. Die Stadt Wien müsse mehr Bauland widmen und die Bauverfahren schneller abwickeln. Wegen der Knappheit von Grund und Boden werde “das Thema Umwidmen von Büro in Wohnen immer größer werden”, so Ehlmaier.

“Wiener sind ein Volk der Mieter”

“Die Wiener sind ein Volk der Mieter”, rief Bauernfeind in Erinnerung. Drei Viertel der Hauptwohnsitze in der Bundeshauptstadt sind gemietet. Einen Großteil davon macht der geförderter Sektor (Gemeinde- oder Genossenschaftswohnungen) aus. Hinzu kommen etwa 220.000 Wohnungen, die durch das sogenannte Richtwertmietsystem preislich gedeckelt sind. “Der Bereich, wo die Miete frei vereinbart werden kann und die Preise auskönnen, ist ein sehr sehr kleiner”, so Bauernfeind. In Wien unterliege die Mietzinsbildung oft irgendeiner Beschränkung. Doch auch die Wohnungssuchenden haben ihre Limits, was die Leistbarkeit von Wohnraum betrifft. Beim Mieten konzentriere sich die Hauptnachfrage in Wien auf 2-Zimmer-Einheiten zwischen 650 und 1.000 Euro Bruttogesamtmiete, also inklusive Steuern und Betriebskosten. “Über 1.000 Euro wird es schon sehr eng – da ist die Kundengruppe eine ziemlich enge”, berichtete Bauernfeind.

Bei den Eigentumswohnungen seien Objekte zu einem Preis von 350.000 bis 400.000 Euro “sehr gut nachgefragt”. Es werde aber auch nach wie vor im Luxussegment gekauft, da müsse dann aber das Gesamtpaket perfekt passen. (APA)

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