Die Gefahr im Glas: Wiener Polizei warnt vor K.O.-Tropfen

Wer offene Getränke in Clubs und Co. konsumiert, sollte sich der Gefahr von K.O.-Tropfen bewusst sein
Wer offene Getränke in Clubs und Co. konsumiert, sollte sich der Gefahr von K.O.-Tropfen bewusst sein ©Pixabay (Sujet)
Mit den aktuellen Öffnungsmaßnahmen kommen Themen wieder auf, die in den letzten Monaten lockdownbedingt kaum eine Rolle gespielt haben. Die Wiener Polizei erinnert etwa an die Gefahr, die von K.o.-Tropfen ausgeht.
Partydrogen: Zuletzt sinkender Konsum

Unter K.O.-Tropfen versteht man flüssige Drogen, die in höherer Dosierung betäubend und einschläfernd wirken. Diese werden den Personen meist in Diskotheken, Bars oder auf Festen unbemerkt ins Getränk gemischt, um die Opfer zu betäuben und gefügig zu machen.

K.O.-Tropfen: Was das ist und wie sie wirken

Die Tropfen sind farb-und ge-ruchlos, schmecken salzig bis seifig, sind jedoch in Mixgetränken kaum wahrnehmbar. Die Opfer werden zunächst willenlos und leicht manipulierbar. Danach folgen Übelkeit und Schwindel.

In diesem willenlosen Dämmerzustand – ähnlich dem eines schweren Alkoholrausches – hat der Täter Zeit, das Opfer an einen anderen Ort zu bringen, um sich an diesem zu vergehen oder zu berauben. In weiterer Folge führen K.O.-Tropfen meist zu Bewusstlosigkeit und Verlust der Erinnerung.

So schützen Sie sich vor K.O.-Tropfen - Tipps

  • Lassen Sie Ihr Getränk nie unbeaufsichtigt stehen.
  • Achten Sie mit Freundinnen und Freunden gegenseitig auf ihreGe-tränke.
  • Nehmen Sie keine offenen Getränke von fremden Personen an.
  • Bei plötzlichem Schwindel, Übelkeit oder Benommenheit wenden Sie sich an eine Vertrauensperson, das Bar- oder Sicherheitspersonal.
  • Rufen Sie im Zweifelsfall die Rettung (144) oder die Polizei (133)
  • Schnelles Handeln und Beweissicherung – denn jede Sekunde zählt.

Bei K.O.-Tropfen-Verdacht: Raschestmöglich ärztlich abklären

Aufgrund der sehr schnell einsetzenden Wirkung und einer relativ kurzen Nachweisbarkeitsdauer von etwa zwölf Stunden ist es wichtig, umgehend ärztliche Hilfeleistung in Anspruch zu nehmen. Vorab sollte das Rettungs-oder Krankenhauspersonal über den K.O.-Tropfen-Verdacht informiert wer-den, um eine gezielte Versorgung zugewährleisten. Ebenso ist umgehend die Polizei zu verständigen, damit mögliche weitere Gefahren beendet undmit den Ermittlungsarbeiten rasch begonnen werden können.

"Lassen Sie eine beeinträchtigte Person auf keinen Fall alleine! Der Täter könnte die Person beobachten und auf einen passenden Moment warten", warnt die Polizei.

Gemeinsam.Sicher: Grätzlpolizisten auch an den Wochenenden im Einsatz

Mit der Initiative Gemeinsam.Sicher ist die Wiener Polizei in Form der Grätzlpolizisten auch an den Wochenenden in stetigem Kontakt und Austausch mit den Lokalbetreibern und dem Sicherheitspersonal. Das Ziel ist es, mit kontinuierlichen Gesprächen über geeigneten Maßnahmen und Prävention das Nachtleben so sicher wie möglich zu machen.

"Jedes Opfer ist eines zu viel! Wenn Sie Gewalt an Personenwahrnehmen oder von solcher Gewalt betroffen sind, wenden sie sich an den Polizei-Notruf 133," so der appell der Polizei. Auch der 24-Stunden-Frauennotruf (01/71719) der Stadt Wien biete Betreuung und Hilfe an, das Landeskriminalamt Wien (Kriminalprävention) biete zusätzlich Beratungen unter der Hotline 0800/216346.

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