Die Boa im Kühlschrank

Ein Ehepaar in Favoriten hat eine junge Boa in ihrem Kühlschrank gefunden. Nachdem der Frau erst niemand geglaubt hatte, konnte ihr Ehemann die Boa mit der Kühlschranktür töten und zur Identifikation ins Haus des Meeres bringen.

Das Ehepaar wurde vom plötzlichen Auftauchen einer Jung-Boa im Kühlschrank überrascht. Frau Dorota Dziadzio-Kouris arbeitet bei der türkischen OSZE-Delegation in Wien und kann sich nicht erklären, wie das Tier in ihren Kühlschrank kam. Sie erschrak fürchterlich, als sie vor etwa zehn Tagen die Kühlschranktüre öffnete und die Schlage ihr entgegen schaute. Im Schreck warf sie die Türe wieder zu.

Schlange im Joghurtbecher

Als die Polizei kam, war das Reptil allerdings verschwunden. Die Frau gewöhnte sich langsam daran, belächelt zu werden. Vorgestern, am Dienstag, den 14. September, hatte ihr Ehemann, Emmanouil Kouris, dasselbe Erlebnis: Die Jungboa schlängelte sich durch Joghurtbecher, richtete sich in Angriffsstellung auf und starrte ihn an.

Schließlich erlegte er sie, indem er den Kopf in der Kühlschranktüre einklemmte, bis sie tot war. Gestern brachte er den seltsamen Gast zur Identifikation ins Haus des Meeres. Dort ist die Schlange jetzt tiefgekühlt verwahrt. Puls TV-Reporter Kurt Raunjak hat mit dem Experten im Haus des Meeres gesprochen.

“Schlangenart nicht giftig”

Dr. Michael Mitic zeigt sich vom exotischen Besucher sehr überrascht: “Diese Schlangenart ist nicht giftig. Sie erwürgt ihre Opfer. Seltsam, dass sie im kalten Klima des Eiskastens überleben konnte, wirklich außergewöhnlich!” Die Boa im Kühlschrank war etwa 50 cm lang und eindeutig ein Jungtier: In freier Wildbahn werden diese Riesenschlangen mehr als fünf Meter lang.

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