Diamanten-Coup in NÖ gescheitert: 40-Jähriger freigesprochen

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. ©pixabay.com (Sujet)
Am Freitag wurde ein 40-Jähriger in Korneuburg vom Vorwurf des schweren Diebstahls freigesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Nach einem gescheiterten Diamanten-Coup ist ein 40-Jähriger am Freitag in Korneuburg vom Vorwurf des schweren Diebstahls freigesprochen worden. Das Urteil ist Gerichtsangaben zufolge nicht rechtskräftig. Dem marokkanischen Staatsbürger wurde angelastet, gemeinsam mit Komplizen einen Einbruch in die Amethyst Welt in Maissau (Bezirk Hollabrunn) verübt und dort Diamanten aus Bergkristall im Wert von mehr als zwei Millionen Euro zu stehlen versucht zu haben.

Einbrecher scheiterten am Panzerglas

Eingedrungen in das Museum der Amethyst Welt soll der von Nikolaus Rast vertretene Beschuldigte laut Anklage gemeinsam mit zumindest einem der Justiz unbekannten Kompagnon in den frühen Morgenstunden des 22. Dezember 2017 sein. Ermittler orteten von Beginn an ein "hochprofessionelles, arbeitsteiliges Vorgehen mehrerer Täter". Zurückgeschreckt wurde dabei auch nicht vor archaisch anmutenden Handlungen. So wurden akustische Alarmanlagen im Außenbereich des Objekts mit PU-Schaum ausgesprüht.

Ins Gebäude gelangten die Männer über ein Fenster auf der Rückseite, das aufgebrochen worden war. Im Inneren wurde dann mit einem spitzhackenähnlichen Gegenstand eine Vitrine geknackt. Ein Bergkristall-Schliffmuster im Wert von 1.470 Euro wechselte so den Besitzer.

In der Folge scheiterten die Einbrecher allerdings beim Versuch, das Panzerglas einer weiteren Ausstellungsfläche einzuschlagen und die darunter befindlichen, äußerst hochwertigen Diamanten aus Bergkristall zu stehlen. Die zusätzliche Alarmsicherung ging an, woraufhin sich die Männer aus dem Staub machten.

40-Jähriger war nicht geständig: Freispruch im Zweifel

Ermittlungsschritte konzentrierten sich in den kommenden Monaten u.a. auf die Untersuchung von biologischen Tatortspuren. Gefunden wurde am Gelände in Maissau ein benutztes Papiertaschentuch. Das darauf enthaltene DNA-Profil wurde nach einem Abgleich mit der internationalen DNA-Datenbank dem dreifach einschlägig in Frankreich vorbestraften Angeklagten zugeordnet.

Der 40-Jährige war nicht geständig. Er verantwortete sich im Ermittlungsverfahren u.a. damit, aus touristischen Gründen am Areal der Amethyst Welt gewesen zu sein. Nicht zuletzt diese Argumentation führte schließlich zu einem Freispruch im Zweifel.

(APA/Red)

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