Diabetes: Wiener Weltreisender - "Ich tue, was ich will"

©© Geri Winkler
Trotz seiner schweren Zuckerkrankheit lässt sich der Wiener Geri Winkler nicht davon abhalten seine Träume zu verwirklichen. So hat er als erster Diabetiker sogar den Mount Everest bezwungen.

Im wahrsten Sinn “bewältigte” Zuckerkrankheit: “Ich tue, was ich will. Ich muss nur aufpassen, dass ich meine Therapie in meine Abenteuer integriere.” Dies erklärte der Wiener Weltreisende und Alpinist Geri Winkler am Mittwoch bei einem internationalen Medienseminar in Basel zu Art und Weise, wie er mit seinem Typ-1-Diabetes umgeht. Er hat “Seven Summits” – die höchsten Berge auf den sieben Kontinenten – genauso geschafft wie eine 8.500 Kilometer lange Tour vom tiefsten Punkt der Erde (Totes Meer, minus 411 Meter) mit dem Fahrrad bis zum Himalaya (2006) – und dann als erster Diabetiker zum Gipfel des Mount Everest.

 Winkler, vom Beruf Mathematiklehrer, erkrankte 1984 mit 28 Jahren an Typ-1-Diabetes. Er musste selbst erst darum kämpfen, ein seiner Abenteuerlust entsprechendes Leben führen zu können: “1987 wollte ich den Wien-Marathon laufen. Ich fragte meinen Arzt, welche Insulindosis ich dafür spritzen sollte. Er sagte: ‘Sie haben keine Chance, das als Diabetiker zu überleben’. Ich bin trotzdem gelaufen und habe es geschafft.”

Touren nach Neu Guinea, als erster Diabetiker in der Todeszone am Muztagh Ata (7.546 Meter) im Jahr 1994 sowie Mount Vinson (höchster Berg der Antarktis, 4.897 Meter) und viele weitere Gipfelsiege sind der Beweis dafür, dass Diabetiker sich durch ihre Krankheit nicht eingeschränkt fühlen müssen. Möglich machen das aber auch die modernsten Insulin-Präparate (auch Analoga) und die unkomplizierte Möglichkeit, den Blutzuckerwert aktuell praktisch in allen Extremsituationen messen zu können.

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