AA

DFB-Teamchef Löw ist optimistisch

Deutschlands Fußball-Teamchef Joachim Löw hat auf einer Pressekonferenz im DFB-Medienzentrum in Tenero großen Optimismus versprüht.

“Wir haben hier gute Bedingungen, die Mannschaft hat in den zwei Tagen sehr gut gearbeitet und macht auch einen sehr guten Eindruck”, sagte der 48-Jährige. Der Ex-Austria- und FC-Tirol-Trainer will auch lange im Turnier bleiben. “Unser Ziel ist es, mit einem Sieg ins Turnier zu starten und natürlich bis zum Ende dabei zu bleiben”, betonte Löw drei Tage vor dem ersten EURO-Gruppenspiel der DFB-Elf gegen Polen am Sonntag in Klagenfurt.

Die Mannschaft habe das Trainingsprogramm “vollumfänglich durchgezogen”, in dieser Woche nochmals eine “Leistungssteigerung erfahren” und ist bis auf ein paar kleinere Blessuren voll fit. Beim letzten Testspiel gegen eine U18-Auswahl des Tessin (8:0) hatten Kapitän Michael Ballack und Co. einen guten Eindruck hinterlassen. “Wir haben da noch einmal einige Dinge trainieren und ausprobieren können”, verriet Löw. Details zur Startformation am Sonntag wollte er nicht verraten, die Entscheidung werde erst am Samstagabend nach einigen Überlegungen und Gesprächen fallen.

Lobend erwähnt wurden aber Ballack, der gesetzte Stürmerstar Miroslav Klose (“Er ist in einer hervorragenden körperlichen Verfassung”) und Mario Gomez sowie der zuletzt stets unsichere Christoph Metzelder, die beide Fortschritte gemacht hätten. “Man hat bei Metzelder jetzt das Gefühl, dass er die beiden Vorbereitungsspiele noch gebraucht hat. Er macht einen sehr guten Eindruck, ich sehe kein Problem”, stellte Löw klar. Dazu seien auch Per Mertesacker und Arne Friedrich körperlich sehr gut in Form. Und ein Sonderlob gab es für Bremen-Mittelfeldspieler Torsten Frings: “Ér war lange verletzt. Kompliment dafür, mit welcher Kraft er hier das Training absolviert”, sagte Löw.

Lukas Podolski scheint einen Stammplatz sicher zu haben, die Frage bleibt allerdings weiterhin, ob im linken Mittelfeld oder im Angriff. “Podolski ist grundsätzlich ein Stürmer, aber auch eine Variante im Mittelfeld, vor allem eine Option um während dem Spiel Varianten hineinzubringen”, ließ sich Löw nicht in die Karten blicken.

Ähnliches verlautete er bezüglich dem zuletzt etwas schwächelnden Bayern-Mittelfeldspieler Bastian Schweinsteiger. Der 23-Jährige habe bisher noch nicht seine absolut beste Form erreicht. “Er hat im Spiel hart um seine Form gekämpft und ist im Training sehr engagiert. Wir kennen seine Stärken und wissen, wie wichtig er während des Turniers für uns sein wird”, so Löw.

Der Bundestrainer hat vor dem Auftaktspiel nicht das Empfinden, besonders unter Druck zu stehen. “Ich hatte auch bei der WM 2006 unter Jürgen Klinsmann schon eine große Verantwortung. Das gute Trainerteam und die positive Entwicklung der Mannschaft geben mir Ruhe”, erwähnte der 52-fache Ex-Bundesligaspieler. Die Anspannung wachse aber mit jedem Tag. “Ich freue mich, wenn es losgeht, man möchte den Wettkampf jetzt auch endlich erleben. Man spürt, wie sich die Konzentration förmlich auf Sonntag ausrichtet”, meinte Löw.

Der Optimismus bei der DFB-Elf ist vor dem Polen-Spiel jedenfalls sehr groß, am Freitag folgt noch eine abschließende Analyse mit Chefscout Urs Siegenthaler über den Gegner. “Im Moment fließen alle Infos über Polen zur Mannschaft”, so Löw. Wichtig sei es aber die eigene Marschroute konsequent durchzuziehen. Dann zählen Ballack und Co. auch sicher zu den Titelkandidaten. “Es gibt keine Garantie das Turnier zu gewinnen, aber die Hartnäckigkeit der Spieler, das Ziel zu erreichen, ist enorm”, sagte Löw.

  • VIENNA.AT
  • Fußball
  • DFB-Teamchef Löw ist optimistisch
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen