Deutschland traue ich nicht viel zu

Europameister Frankreich, Gastgeber Portugal, Italien und Spanien stehen bei der am Samstag beginnenden Fußball-EM beim österreichischen Teamchef Hans Krankl am höchsten im Kurs.

Krankl sieht, wie auch die Buchmacher, den Europameister als Top-Favorit. „Frankreich auf Grund des sensationellen Spielermaterials”, sagt er über die Truppe mit Stars wie Zidane, Henry, Trezeguet oder Pires. Für Portugal würde der Heimvorteil sprechen, Spanien und Italien sind für den einstigen Spanien-Legionär und Italien-Liebhaber stets sentimentale Favoriten.

Doch auch die Niederlande hat der ÖFB-Cheftrainer nicht abgeschrieben, auch wenn das Oranje-Team zuletzt nicht überzeugt hat. „Da bleibe ich dabei. Das Problem ist nur, wenn sie streiten. Das Gefühl sagt mir, dass das jetzt so ist. Wenn sie gegen Irland verlieren, stimmt was nicht. Jeder fordert einen Platz. Wenn Advocaat das nicht in den Griff bekommt, werden sie keine gute Rolle spielen”, meinte der Teamchef.

Dass so manche Mannschaft wie etwa die Niederlande oder Deutschland die Generalprobe verpatzt hat, sieht er nicht so tragisch. „Es ist so, wie Oliver Kahn gesagt hat: Es ist natürlich nicht sehr gut, wenn man das letzte Vorbereitungsspiel verliert. Aber überbewerten darf man das nicht. Viele haben schon den Kopf bei der EM”, so Krankl, der vor allem den Start ins Turnier als wichtigstes Kriterium erachtet.

Das erste Spiel als Kriterium trifft nicht zuletzt auf die nächsten Gegner der österreichischen Nationalmannschaft zu. Deutschland bekommt es am 15. Juni mit dem Erzrivalen Niederlande zu tun. England trifft am Sonntag (13.) auf Frankreich. Krankl: „Deutschland traue ich nicht viel zu, aber sie sind eine Turniermannschaft. Wenn sie gegen Holland gewinnen, ist alles möglich. Bei England – Frankreich wird man gleich sehen, wo sie stehen. England ist das Viertelfinale zuzutrauen, aber das muss nicht sein.”

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