Deutschland laut Studie beliebtestes Land vor USA

WM brachte Deutschland auf Überholspur
WM brachte Deutschland auf Überholspur
Nach dem Sieg bei der Fußball-WM ist Deutschland laut einer Studie das Land mit dem besten Image: Deutschland habe die USA auf der Rangliste der beliebtesten Nationen vom ersten Platz verdrängt.

Dazu hätten auch die politische Führungsrolle in Europa, die international wahrgenommene Verantwortung sowie die starke Wirtschaft beigetragen, teilte das Marktforschungsunternehmen GfK in Nürnberg mit. Die USA hingegen bekamen in der Kategorie “Engagement für weltweiten Frieden und Sicherheit” Abzüge. Am stärksten sank laut den am Mittwoch veröffentlichten Angaben jedoch das Ansehen Russlands.

50 Nationen wurden in der repräsentativen Online-Studie bewertet, mehr als 20.000 Menschen aus 20 Industrie- und Schwellenländern schätzten zahlreiche Merkmale ein. Österreich war laut GfK Österreich auch unter den bewerteten Ländern. Allerdings gebe es keine veröffentlichten Daten dazu, hieß es dazu auf Anfrage der APA.

“Ehrlich und kompetent”

Deutschland punktete neben dem sportlichen Aspekt vor allem im Bereich “ehrliche und kompetente Regierung”. Bei “Investitionsklima” und “soziale Gleichheit” erzielte das Land die höchsten Punktzahlen, die in der diesjährigen Studie überhaupt gemessen wurden.

Bei den Aspekten zeitgenössische Kultur, Kreativität und Bildungsinstitutionen sahen die Befragten die USA zwar nach wie vor als Nummer Eins. Doch in der Kategorie “Engagement für weltweiten Frieden und Sicherheit” gab es Abzüge. “In einem Jahr mit vielen internationalen Konfrontationen haben die Vereinigten Staaten vor allem in den Regionen deutlich an Boden verloren, in denen die Spannungen besonders stark waren”, erläuterte GfK-Expertin Xiaoyan Zhao.

Russland verliert Ansehen

Den größten Ansehensverlust verzeichnete aber Russland. Bei “Frieden und Sicherheit” büßte es so viel an Image ein wie kein anderes der 50 Länder in irgendeiner Kategorie der jährlichen Befragung. Mit Rang 25 in der Gesamtwertung liegt die UNO-Vetomacht nun hinter Argentinien, China und Singapur.

Auf den Plätzen eins bis zehn blieb die Reihenfolge mit Ausnahme des Wechsels an der Spitze dieselbe wie im Vorjahr: Hinter Deutschland und den USA folgen Großbritannien, Frankreich, Kanada, Japan, Italien, die Schweiz, Australien und Schweden.

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