Deutscher Investor könnte Wienwert Holding retten

Wienwert könnte mit einer Finanzspritze eines deutschen Investors gerettet werden.
Wienwert könnte mit einer Finanzspritze eines deutschen Investors gerettet werden. ©APA/HELMUT FOHRINGER
Acht Millionen Euro will ein deutscher Investor in die kurz vor der Insolvenz stehende Wienwert-Mutter WW Holding investieren. Das verriet ein Anwalt der Wienwert-Gründer. Damit wäre die Holding kurzzeitig gerettet.

Mithilfe dieser acht Mio. Euro wären die nächsten fälligen Anleihen bedienbar, argumentiert der Rechtsvertreter der beiden Co-Aktionäre – die Gründer halten zusammen zwei Drittel an der Mutter WW Holding AG und, indirekt, auch an der Tochter Wienwert AG. Die Tochter solle eine Finanzspritze von fünf Mio. Euro erhalten. “Eine entsprechende Finanzierungsbestätigung liegt vor”, zitierte das “profil” am Samstag in einer Vorabmeldung den Anwalt der Gründer.

Gründer stellen WW Holding Gegenforderung

Die Gründer haben, was schon länger evident ist, Schulden bei der Mutter WW Holding – ursprünglich sollen es 6 Mio. Euro gewesen sein, zuletzt versuchte die Gesellschaft von den beiden aus ihrer Sicht noch offene 2 Mio. Euro zu erhalten, bis dato vergeblich. Auf diese Forderung haben die Gründer nun überraschend mit einer “Gegenforderung” reagiert, die sich – inklusive fast 500.000 Euro aus kurzfristigen Finanzvorlagen – auf beinahe 4,5 Mio. Euro beläuft. Der diesbezügliche insgesamt achtseitige Schriftsatz des Anwalts der beiden Gründer von Dienstag dieser Woche (23. Jänner) liegt auch der APA vor.

Sechs Millionen Euro Schulden

Ursprünglich – Anfang 2016, zum Zeitpunkt des Eintritts des jetzigen Sanierungsvorstands – soll es sich nach Unternehmensdarstellung sogar um mehr als 6 Mio. Euro Schulden gehandelt haben, die die Gründer hatten, diese reduzierten sich vor allem durch eine Gegenrechnung mit den 3,124 Mio. Euro, mit denen man den beiden seinerzeit die Markenrechte abgekauft hat.

(APA/red)

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Deutscher Investor könnte Wienwert Holding retten
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen