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Deutscher Befreiungsschlag

276 Tage vor Beginn der Fußball-EM 2004 in Portugal (12. Juni bis 4. Juli) hat am Mittwoch ein Quartett die Tickets Richtung Süden gelöst. Deutschland machte auch einen Riesensatz Richtung Endrunde.

Titelverteidiger Frankreich, Tschechien, Schweden und Bulgarien dürfen dürfen bereits feiern. Neben dem Schlager der ÖFB-Gruppe drei Tschechien – Niederlande (3:1) war der “Hammer des Abends” das mit Spannung erwartete Gruppe-5-Duell Deutschland – Schottland. Die Völler-Truppe brachte der ARD nicht nur die sensationelle Quote von durchschnittlich 15,19 Millionen Zuschauern, sondern machte mit dem 2:1 in Dortmund auch einen Riesensatz Richtung Endrunde. Ausgelöst worden war das enorme Interesse an der Schottland-Begegnung durch die wütende Medien-Kritik von DFB-Teamchef Rudi Völler. Ein Punkt fehlt dem Vize-Weltmeister noch, doch der geschlagene Schotten-Coach Berti Vogts beglückwünschte Völler bereits am Mittwoch zu Platz eins.

Ihre ersten Matchbälle im Kampf um ein EM-Ticket haben in Gruppe 10 die Schweiz (1:4 in Russland) sowie in Gruppe 2 Dänemark (2:2 zu Hause gegen Rumänien) vergeben. Diese Entscheidungen wurden, so wie viele andere auch, auf den “Finaltag” 11. Oktober vertagt. Lediglich in den Gruppen 1 und 3 ist alles klar, Frankreich (2:0 in Slowenien) und Tschechien sind durch, Slowenien und die Niederländer im Playoff der Gruppen-Zweiten.

Ebenfalls der Weg in dieses Stechen (15./16. sowie 18./19. November) droht weiteren Hochkarätern wie Spanien, Russland, Kroatien, Dänemark sowie England (nur 2:0 gegen Liechtenstein mit Teamchef Hörmann) oder der Türkei. Mit einer gehörigen Portion Glück dürfte dies dem dreifachen Weltmeister Italien erspart bleiben. Denn das armselige 1:1 der “Squadra azzurra” in Serbien-Montenegro blieb folgenlos, weil Verfolger Wales beim 1:1 gegen Finnland ebenfalls Punkte ließ.

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