Deutsche Jugendliche haben weniger Sex

Deutsche Mädchen und Burschen haben heute weniger Sex als noch für fünf Jahren. Das geht aus der neuen Studie "Jugendsexualität 2010" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hervor, die am Donnerstag in Berlin vorgestellt wurde.

Der Anteil 14-jähriger Burschen mit Erfahrungen im Geschlechtsverkehr sank von zehn auf heute vier Prozent. Bei den Mädchen lag der Anteil nur noch bei sieben statt zwölf Prozent. Gleichzeitig verhüten deutsche Jugendliche der Studie zufolge so gut wie nie zuvor.

Für die Studie wurden rund 3.500 Jugendliche befragt, darunter rund 1.000 mit Migrationshintergrund. Dabei zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen beiden Gruppen: Burschen aus Migrantenfamilien sind demnach früher und häufiger sexuell aktiv als deutsche Gleichaltrige. Mädchen mit Migrationshintergrund hingegen sind deutlich zurückhaltender und begründen dies damit, zu jung zu sein.

Erfahrungen mit sexueller Gewalt hat hingegen bereits fast jedes fünfte Mädchen (19 Prozent) mit Migrationshintergrund gemacht. Von den deutschen Mädchen berichteten 13 Prozent von Situationen, in denen sie sich gegen unerwünschte sexuelle Übergriffe zur Wehr setzen mussten.

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