Deutsche gegen Russen um direkte WM-Qualifikation

Löw und Ballack spielen auf Sieg
Löw und Ballack spielen auf Sieg ©APA (Archiv/dpa)
Der Wettlauf zur Fußball-WM 2010 geht in die finale Phase. In den letzten zwei Runden wird entschieden, welche sechs Länder des Alten Kontinents das schon fix qualifizierte Europa-Trio England, Spanien und die Niederlande als Gruppen-Sieger auf direktem Weg nach Südafrika begleiten werden und welche acht beste Pool-Zweiten den Umweg über das Play-off inschlagen müssen.

Mit Dänemark – Schweden (Gruppe 1), Slowakei – Slowenien (3) und Russland – Deutschland (4/17.00 Uhr MESZ/live ZDF) kommt es am Samstag gleich zu drei direkten Duellen des Ersten mit dem Zweiten, wobei von den Verfolgern nur die Russen gegen den Spitzenreiter Heimvorteil genießen. Sie empfangen Ballack und Co auf dem Kunstrasen des Luschniki-Stadions. “Es gibt doch nichts Schöneres als einen Thriller um Platz eins vor vollem Haus. Es ist die wichtigste Partie des Jahres und wir werden alles tun, um zu gewinnen”, sagte der russische Teamchef Guus Hiddink.

Hinter den Russen wird ein ausverkauftes Haus stehen, das sie zum Sieg peitschen soll. “Wir hätten die Arena dreimal füllen können”, erzählte Sportminister Witali Mutko. Laut Medien sollen für eine Karte auf dem Schwarzmarkt umgerechnet bis zu 3.500 Euro verlangt und auch bezahlt worden sein. Ein großes Thema im Vorfeld waren auch die vier bis sechs Zentimeter hohen Plastikhalme des künstlichen Grüns. DFB-Trainer Joachim Löw würde den ungewohnten Boden bei einer Niederlage nicht als Ausrede geltenlassen. “In Salzburg habe ich mal drauf gespielt, da habe ich keinen großen Unterschied erkannt”, so Bayern-Stürmer Mario Gomez.

Ein Remis würde in Moskau schon reichen, wenn am Mittwoch in Hamburg gegen die Finnen der Pflichtsieg gelingt. “Nur auf Remis zu spielen, das liegt uns nicht. Und das ist auch nicht mein Ansinnen. Ich möchte das Spiel gegen Russland gewinnen”, verkündete der 49-Jährige Löw. Besonders Augenmerk müssten seine Spieler auf Arschawin legen. “Er ist ein Genie mit unglaublicher Effizienz, wir dürfen ihn nie alleine lassen”, meinte Löw.

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