Deutsche Behörden ermitteln gegen Komplizen von Mohamed M.

Mohamed M. war bis 2011 in österreichischer Haft
Mohamed M. war bis 2011 in österreichischer Haft
Die deutschen Behörden ermitteln gegen einen möglichen Komplizen des Wiener Jihadisten Mohamed M. Der 27-jährige Harry S. wird beschuldigt, Mitglied der Jihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) zu sein und in Syrien an Propagandavideos mitgewirkt zu haben.


Nach einem Bericht des “Kurier” vom Dienstag unter Berufung auf deutsche Medien tauchten Harry S. und sein Freund Adnan S. gemeinsam mit Mohamed M. in einem Video auf, in dem die Tötung einer Geisel gezeigt wird. Harry S., der ghanaische Wurzeln haben soll, ist laut dem Bericht Teil einer Gruppe von 20 Bremern, die sich dem IS angeschlossen haben.

Harry S. wurde bereits im Juli bei seiner Rückkehr nach Deutschland in seiner Heimatstadt Bremen verhaftet und sitzt seither in Untersuchungshaft. Zuletzt übernahm die deutsche Bundesanwaltschaft die Ermittlungen. Diese wollte unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen gegenüber der APA keine Angaben über den Fall und die Verbindung von Mohamed M. zu Harry S. machen.

Die Wiener Staatsanwaltschaft, die gegen Mohamed M. ermittelt, sagte auf Anfrage der APA am Dienstag, man habe von den deutschen Behörden keine Informationen über S. erhalten.

Der österreichische Islamist Mohamed M. saß bis 2011 in Wien eine Haftstrafe wegen Veröffentlichung eines Drohvideos ab. Nach seiner Haftentlassung soll der inzwischen 30-Jährige sich dem IS angeschlossen haben. Im Sommer tauchte ein Video auf, das ihn bei der Tötung einer IS-Geisel zeigen soll. Mohamed M., der auch unter seinem Kampfnamen Abu Osama Al Gharib bekannt ist, wird wegen Mordverdachtes via Interpol gesucht

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